SCS: Lifting für die Shopping-Grand-Dame

Hundert Millionen Euro Investment, damit die Shopping City Süd den Spitzenplatz unter den Einkaufszentren hält.

Jährlich sind am Gelände der SCS 23,5 Millionen Kunden unterwegs. Diese Zahlen sind stabil, aber unsere jahrelange Alleinstellung ist dahin. Wir waren in diesem riesigen Einzugsgebiet der Platzhirsch, doch der Konkurrenzdruck ist durch neue Einkaufszentren deutlich gestiegen. Eine Modernisierung ist daher ein Muss, um nicht ins Hintertreffen zu kommen", kommentiert SCS-Centermanager Anton Cech das größte Investitionspaket seit der Eröffnung des Einkaufstempels vor 34 Jahren. Bis 2014 wird ein "knapp dreistelliger Millionenbetrag" verbaut.

Runderneuert

Centermanager Cech will Millionen in die SCS investieren.
© Bild: KURIER/Foschum

Die etwas in die Jahre gekommene SCS wird "innen und außen runderneuert", so Cech. Heuer werden bereits neun Millionen Euro verwendet. Mehr als die Hälfte davon verschlingt das Parkdeck, das arge Schäden durch Streusalz hatte und bis Oktober geschlossen bleibt. Mehr werden die Parkplätze zwar nicht, aber bereits auf der Zufahrt sollen elektronische Info-Anzeigen auf den Status hinweisen.

Dass es im SCS-Stammhaus kein Tageslicht gibt, wird nun mit einem ersten Deckendurchbruch geändert. Weitere sollen folgen. Dazu wird die Einkaufsmall verbreitert und durch eine riesige Gastro-Anlage aufgewertet. Innen und außen kommen Ruhezonen dazu: "Wir haben teilweise ein Betonwüste, die nun mit mehr Grün und auch Schanigärten gestaltet wird", sagt Cech. Was der Kunde nicht sieht, aber spüren soll sind Investitionen von mehr als einer Million in die Lüftungsanlage. Nach Kundenkritik wir eine Million in neue WC-Anlagen gesteckt. "Bis Weihnachten wollen wir keine Baustelle mehr im Haus haben", meint Cech. Bis 2014 folgt dann sukzessive die weitere Modernisierung mit Deckendurchbrüchen für mehr Tageslicht, Neugestaltung der Eingänge und des Parkplatzes sowie der Zufahrten.

Mehr Bahn und Bus

Reagieren will man auch auf Kritik, die SCS sei nur für Autofahrer gemacht: "Die Anbindung mit der Badner Bahn ist unzureichend. Kunden aus Wien müssen zwei Zonen bezahlen. Nicht nur deshalb sind wir zu 90 Prozent auto-lastig", gibt Cech zu. Gut angenommen wird da der Gratis-Shuttlebus von der U 6-Endstation Siebenhirten.

Seit August 2010 sind 220.000 Fahrgäste damit gefahren. "Mit 5. August eröffnen wir deshalb einen zweiten Shuttleservice von der U 1-Station Reumannplatz. Er wird aber vorerst nur an Freitagen und Samstagen verkehren", verrät Cech. Die Kosten von 178.000 Euro sind dieser Service wert. Eine Sanierung der hässlichen Station der Badner Bahn wird ebenfalls erfolgen, aber nicht vor 2013.

Keine Parkgebühren

Die "klassische" Anreise zur Shopping City Süd erfolgt aber natürlich weiterhin mit dem Auto: "Unser Ziel ist ein zeitgerechtes Parkleitsystem für das gesamte Areal, damit der Kunde frühzeitig sieht, wo Plätze verfügbar sind. Wir müssen das in den Griff bekommen, denn zu Hochfrequenz-Zeiten wie Weihnachten sind manche Leute von einer langen Suche nach einem Parkplatz abgeschreckt", sagt Cech. An der kostenlosen Benützung der Stellplätze soll sich nichts ändern: "Ein Gebührenmodell steht nicht im Vordergrund."

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011