Schwarzarbeiter starb bei Unfall

St. Valentin – Gewölbemauer stürzte auf polnischen Hilfsarbeiter

Unter einem Berg von Mauerziegeln wurde Montagmittag ein Arbeiter auf einem Bauernhof in St. Valentin, Bezirk Amstetten, verschüttet. Für den 50-jährigen Polen gab es trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen keine Hilfe mehr.

Der Landwirt Rupert S., 57, hatte sich für die Umbauarbeiten im alten Stallgewölbe einen polnischen Hilfsarbeiter engagiert. Marian Z. , 50, und sein Arbeitgeber werkten Montagmittag in verschiedenen Räumen an den Gewölbewänden. Der Pole, dessen Beschäftigung nicht offiziell gemeldet war, stemmte im Gewölbegang mit einem Bohrhammer an der Grundfeste der Mauer als das Unglück passierte. Ohne Vorwarnung brach ein zirka zehn Quadratmeter großer Mauerteil aus der Wand und begrub den Arbeiter zu einem Teil unter sich. Der Landwirt kam dem Verunglückten sofort zu Hilfe und befreite den 50-Jährigen aus dem Schuttkegel. Doch die sofort eingeleiteten Reanimationsversuche blieben erfolglos. Auch die kurze Zeit später am Hof im St. Valentiner Stadtzentrum eingetroffenen Rotkreuzsanitäter, konnten dem Unfallopfer nicht mehr helfen. Feuerwehrleute aus St. Valentin und Rems halfen beim Bergen des Leblosen.

Für den Hofbesitzer wird der tragische Unfalltod dramatische Folgen haben. Ihm droht eine Anzeige wegen fahrlässiger Tötung, außerdem stehen deftige Strafen wegen der Beschäftigung eines vermutlichen Schwarzarbeiters im Raum.

( Kurier ) Erstellt am 31.01.2012