Chronik | Niederösterreich
02.03.2018

Schutzzone: 16 Betretungsverbote in nur zwei Stunden

Aktion scharf der Polizei am Wiener Neustädter Bahnhof. Seit Mai vergangenen Jahres gab es beriets 600 Wegweisungen.

Im Mai vergangenen Jahres hat man wegen der ausufernden Kleinkriminalität polizeiliche Schutzzonen am Bahnhof sowie im Stadtpark in Wiener Neustadt geschaffen. Bei einer "Aktion scharf" von Polizei und den Bundesbahnen Mittwochabend am Bahnhofsareal hat sich wieder die Notwendigkeit strenger Kontrollen gezeigt.

In nur zwei Stunden wurden insgesamt 16 Betretungsverbote gegen straffällig gewordene Personen und vermeintliche Drogendealer ausgesprochen. Angesichts der tiefen Temperaturen waren selbst die Beamten von der großen Zahl der Übertretungen überrascht. Die Uniformierten zogen einen Asylwerber aus Afrika aus dem Verkehr, der vier Drogen-Baggys bei sich trug. Das sichergestellte Material wird nun im Labor auf die genauen Inhaltsstoffe überprüft.

Die weggewiesenen Personen kommen aus Österreich, Afghanistan und anderen Länder und hatten teilweise polizeiliche Vormerkungen wegen Einbruchsdiebstählen und anderer Vergehen. Sie dürfen die Schutzzone 30 Tage lang nicht betreten. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Verwaltungsstrafe von bis zu 600 Euro. Seit dem Inkrafttreten im Mai wurden bereits 600 Betretungsverbote ausgesprochen.