Chronik | Niederösterreich
28.12.2017

Schüler der HTL Mödling starb an Meningitis

Freunde und Bezugspersonen an der Schule wurden informiert. Keine neuen Krankheitsfälle.

Ein tragischer Todesfall überschattet die Vorweihnachtszeit in der HTL in Mödling. Ein 17-jähriger Schüler der Abteilung Innenarchitektur erlag Mitte Dezember einer Meningokokken-Infektion, wie Schulleitung und Bezirkshauptmannschaft Mödling bestätigen.

Der Bursche aus Wien starb am 11. Dezember. "Am 13. Dezember sind wir vom Magistrat Wien informiert worden", sagt Bezirkshauptmann Philipp Enzinger. Man habe daraufhin mit der Direktion Kontakt aufgenommen. Es habe dann eine Besprechung mit der Schulleitung, der Schulärztin und anderen Verantwortlichen gegeben. Enge Bezugspersonen wie Klassenkameraden und Freunde sowie deren Eltern seien informiert und darauf hingewiesen worden, eine Prophylaxe durchzuführen. Auch die WhatsApp-Kontakte wurden von der Krankheit in Kenntnis gesetzt. "Die Zusammenarbeit mit der Schulärztin hat sehr gut funktioniert", so Enzinger.

In der HTL ist der Schock groß. "Wir sind betroffen und traurig", sagt Direktor Harald Hrdlicka.

Rund um die Weihnachtsfeiertage machten in den sozialen Medien Gerüchte die Runde, wonach zwei Schüler gestorben waren. Das konnten weder Direktor Hrdlicka noch BH-Chef Enzinger bestätigen. FPÖ-Gemeinderat und Nationalratsabgeordneter Christian Höbart forderte daraufhin Aufklärung von der BH.

Kritik wurde auch laut, dass nicht alle HTL-Schüler informiert wurden. Das sehe der bewährte Prophylaxeplan nicht vor, erklärt Enzinger. Eine Übertragung sei nur durch engen Kontakt möglich. Neue Krankheitsfälle seien nicht aufgetreten.