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© KURIER/Michael Jäger

Dürnstein
06/19/2016

Prölls Schiff bei Sonnwendfahrt in der Wachau gerammt

Bei der Sonnwendfahrt der "MS Austria" ist es am Samstagabend zu einem Zwischenfall gekommen.

Die Schiffsfahrt der "MS Austria" anlässlich der Sommersonnenwende in der Wachau hat mittlerweile Tradition. Zahlreiche prominente Gäste folgen der Einladung von Landeshauptmann Erwin Pröll, um das feurige Spektakel an beiden Donauufern vom Schiff aus zu beobachten. So auch dieses Jahr. Die Schiffsfahrt führte von Krems über Dürnstein bis nach Spitz (Bezirk Krems) und dann wieder retour. Raketen wurde abgeschossen, Korken knallten und an beiden Ufern wurden Sonnwendfeuer entfacht.

Zwischenfall mit einem zweiten Schiff

Doch auf dem Rückweg kam es zu später Stunde zu einem Zwischenfall. Das Schiff von Pröll wurde von einem zweiten Schiff ("MS Schönbrunn) gerammt. Ersten Informationen zufolge ereignete sich der Unfall aufgrund eines technischen Gebrechens. Verletzte gab es nach Angaben der Eigentümerin Barbara Brandner keine, allerdings entstand Sachschaden im Eingangsbereich. Der Vorfall habe sich beim Konvoi mit mehr als einem Dutzend Schiffen auf der Höhe von Dürnstein ereignet, sagte Brandner. Die MS Schönbrunn habe Prölls Schiff "im Eingangsbereich touchiert" weil sie Probleme mit der Steuerung gehabt habe.

Per Durchsage wurde den Gästen an Bord mitgeteilt, was passiert war, und dass man sich keine Sorgen machen brauche, so Resperger. Alle seien ruhig geblieben: "Es gab keine Panik". Sonntagfrüh war die MS Austria der Brandner Schifffahrt bereits am Weg in die Schiffswerft Linz, wo die im Eingangsbereich entstandenen Schäden begutachtet werden, sagte Brandner. Die "MS Schönbrunn" befinde sich noch in Dürnstein, wo die Unfallaufnahme durch die Schifffahrtspolizei erfolge.

Außerordentliches Manöver

Wesentlich sei, dass nur Sachschaden entstand, betonte Brandner. Es habe zu keiner Zeit Gefahr bestanden: "Unsere Mannschaft hat erstklassig reagiert."

Durch den Anprall barsten zwei Scheiben im laut Brandner "relativ abgegrenzten" Eingangsbereich, außerdem wurde eine Winde an der Steuerbordseite beschädigt. Deshalb legte das Schiff dann in Krems nicht "normal" an, sondern der Kapitän fuhr "über Heck" zu, also "mit dem Bug zu Tal", erläuterte Barbara Brandner. Sie sprach von einem außerordentlichen Manöver bei außerordentlichen Bedingungen, weil die Donau aufgrund erhöhter Wasserführung eine hohe Strömungsgeschwindigkeit aufwies. Die Gäste konnten in der Folge ungehindert an Land gehen.

Zuvor sprach Pröll von einer tiefverwurzelten Tradition. "Damit können wir die Wachau national und international ins Rampenlicht rücken und das ist nicht nur für den Tourismus hier, sondern auch für Niederösterreich etwas Besonderes", sagte der Landeshauptmann.

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