Chronik | Niederösterreich
18.01.2012

Schanigarten-Gebühr: Wirte hatten Erfolg

Die horrend hohen Schanigarten-Gebühren sind Geschichte. Die Gemeinde wird sie auf Weinviertler Niveau senken.

Das geht. Damit kann ich leben.“ Boguslawa Polat, die Betreiberin des „Schnitzelhaus Gänserndorf“ am Rathausplatz, verließ Dienstagabend erleichtert das Rathaus. Dorthin hatte Bürgermeister Robert Michl alle sechs Gastronomen, die in der Bezirkshauptstadt Schanigärten betreiben, zu einem Gespräch eingeladen.

Anlass dafür waren, wie berichtet, die horrend hohen Schanigarten-Gebühren, welche die Stadtverwaltung – der Gemeinderat hatte sie zuvor einstimmig beschlossen – rückwirkend für 2011 den Wirten vorgeschrieben hatte: 30 bis 40 Mal soviel wie die Jahre davor.

Bürgermeister Michl: „Ich habe mich bei allen betroffenen Wirten für die Fehler, der uns bei der Festsetzung des Hebesatzes (150 Euro, Anm.) für die Berechnung der Schanigarten-Gebühr unterlaufen sind, entschuldigt. Und wir haben uns auf einen Hebesatz von 15 Euro geeinigt.“ In der Praxis bedeutet dies, dass etwa die Schnitzelhaus-Betreiberin pro Monat für ihre zwei Tischerl und ein paar Sesseln rund 50 Euro der Gemeinde abliefern muss.

Lob

„Wo gearbeitet wird, da passieren halt Fehler, die aber wie in unserem Fall vom Bürgermeister rasch beseitigt wurden. Das zeigt aber auch, dass die Kommunikation zwischen der Stadtgemeinde Gänserndorf und den Gewerbetreibenden sehr gut funktioniert“, sagt Gerhard Fürhacker, der Betreiber des Café „Fidelio“.

Die 15 Euro entsprechen laut Michl jenem Hebesatz, der auch in anderen Städten des Weinviertels zu Anwendung kommt: „Die Neufestsetzung der Schanigarten-Gebühr muss aber jetzt noch den Finanzausschuss und den Stadtrat passieren, bevor sie vom Gemeinderat neu beschlossen werden kann.“