Salz & Pfeffer: WINKLERS ZUM POSTHORN

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem FREIZEIT-Kurier - Diesmal: Ein Gasthaus-Juwel erwacht aus seinem Dornröschenschlaf.


Vom wunderschönen Wirtshaus "Zum Posthorn" war hier das letzte mal vor zweieinhalb Jahren zu lesen, da wurde es gerade wieder einmal neu aufgesperrt. Das passierte zwar auch vor zwei Wochen wieder, diesmal aber mit dem Unterschied, dass das Gasthaus-Juwel von Walter Winkler, einem Vollprofi, übernommen wurde.

"Es ist genau das Lokal, auf das ich immer gewartet habe", sagt er, sieht sich als "Dorfwirt", und seine Gäste sehen das wohl ähnlich: Das historische Beisl mit Gründungsdatum 1870 ist seit der Neueröffnung nämlich jeden Tag gesteckt voll.

Im Hintergrund wurde alles neu gemacht, Küche, Toiletten, Technik, die Schank aus den 1950er-Jahren wurde pneumatisch gehoben und neu gedichtet, auf der Speisekarte blieb im ehemaligen Qualtinger-Stammbeisl aber alles beim Alten: Erstklassige Rindsuppe mit Leberknödeln (nicht selbst gemacht, trotzdem gut, 3,40 €), ein herrliches Gulasch vom Wadschunken (7,90 €) mit selbst gebackenem Weckerl, ein tadelloser Schweinsbraten aus dem Rohr (8,90 €) oder eine besonders gelungene geröstete Kalbsleber mit Petersilerdäpfeln (12,40 €).

Neuinterpretationen oder Verfeinerungen der Wiener Küche überlässt Winkler den anderen, sein Publikum stört das jedenfalls nicht.

Winklers Zum Posthorn, Wien 3, Posthorng. 6, Tel.: 0664/431 21 23, Mo-Fr 17-1
Homepage: www.winklers-zumposthorn.at

aus: FREIZEIT-Kurier vom 4.4.

Lesen Sie jede Woche in Salz & Pfeffer die Restaurant-Kritiken von Florian Holzer.

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