Salz & Pfeffer: Skopik & Lohn

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem FREIZEIT-Kurier - "sehr unkompliziert und entspannt"

Das Skopik & Lohn ist nicht neu. Konkret ist es seit ziemlich genau drei Jahren eines der feinsten Lokale der Stadt, so fein zwischen avantgardistisch überarbeitetem Neo-Wirtshaus und französischem Bistro eingeschmiegt, dass es eigentlich in einer eigenen Kategorie spielt. Auch gegessen hat man hier immer wunderbar, mal ein bisschen wienerischer, mal ein bisschen französischer, immer extrem unkompliziert, immer sehr entspannt.

Jetzt zündete der charismatische Skopik & Lohn-Chef Horst Scheuer jedenfalls die nächste Kulinarik-Stufe, nämlich indem er den Alexander Mayer engagierte, der schon an so manchem Ort gar wunderbar und vor allem mit merklich französischer Tendenz kochte.

Seine Vichyssoise, die legendäre, kühle Erdäpfel-Lauchsuppe, steckt jede knofelige Gurkensuppe in die Tasche (4 €); oder eine Makrelen-Rillette, also eine Paste aus gekochter Makrele mit Olivenöl, darauf ein Filet vom köstlichen Fettfisch - genial (8 €). Die Blutwurst - ein S & L-Klassiker - kommt in knusprigen Teig, dazu eine geschmeidige Apfel-Kren-Creme (9,50 €), und wenn Mayer erzählt, wie er die Sauce zur auf der Zunge zergehenden Ochsenschulter mit Selleriepüree macht, ist er nach 20 Minuten immer noch nicht fertig. Aber das Beste: immer noch sehr unkompliziert und entspannt.

Skopik & Lohn, Wien 2, Leopoldsg. 17, Tel.: 01/219 89 77, Mo-So 18-1
Homepage: www.skopikundlohn.at

aus: FREIZEIT-Kurier vom 1.8.

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Erstellt am 05.12.2011