Salz & Pfeffer: HEXENSITZ

Die Restaurant-Kritik von Florian Holzer aus dem FREIZEIT-Kurier - Ein Traditionslokal mit "herrlichen Innereien-Spezialitäten".


23 Jahre lang war das Restaurant Hexensitz ein Hort der gehobenen Umland-Gastronomie Wiens, seine Höhepunkte hatte er in den frühen 1990er-Jahren, seitdem hielten sich die Aufregungen in Grenzen. So sehr, dass das Restaurant vergangenes Jahr abgerissen und in eine Reihenhausanlage verwandelt werden sollte. Was der Unternehmer Christian Menzel und seine Tochter Birgit aber so nicht zulassen wollten – also übernahmen sie das Traditionslokal.

Was noch nicht so außergewöhnlich wäre. Wenn Christian Menzel nicht langjähriger Stammgast bei Reinhard Gerer im Korso gewesen wäre – und den gerade freigestellten Star-Koch als Konsulent sowie einen großen Teil seines Teams für Küche und Service engagiert hätte. Wobei: Der Hexensitz ist deshalb noch lange kein Korso, will es auch nicht sein.

Produkt-Qualität, Weinkarte und Service zogen seit vorigen November aber gleich ordentlich an, gekocht wird eine edle, der Umgebung angepasste konservative Linie. Und ein paar der herrlichen Innereien-Spezialitäten, für die Reinhard Gerer ja legendär ist: ein wunderbar molliges Kalbsbeuscherl (12 €), Bruckfleisch (16 €), ein wirklich exzellentes gebackenes Kalbsbries (22 €) und als Höhepunkt ein fantastisches geselchtes Rindszüngerl (17 €).

Hexensitz, Hinterbrühl, Johannesstraße 35, Tel.: 02236/229 37
Mo-Sa 11-23, So 10.30-15
Homepage: www.hexensitz.at

aus: FREIZEIT-Kurier vom 31.1.

Lesen Sie jede Woche in Salz & Pfeffer die Restaurant-Kritiken von Florian Holzer.

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