Landeshauptmann Pröll und Kreishauptmann Hasek bei der Vertragsunterzeichnung

© /NLK Filzwieser

NÖ/Südmähren
10/01/2016

Rettungsdienste ab sofort grenzüberschreitend im Einsatz

LH Pröll und Kreishauptmann Hasek unterzeichneten Vertrag zur Zusammenarbeit.

von Natascha Marakovits

Wenn es um Menschenleben geht, darf es keine Grenzen geben – zumindest wenn es um die Rettungsdienste geht, die an der niederösterreichisch/tschechischen Grenze im Einsatz sind. Darin sind sich das Land Niederösterreich und der Kreis Südmähren einig. Am Freitag wurde daher von Landeshauptmann Erwin Pröll und dem Kreishauptmann von Südmähren, Michal Hasek, ein Vertrag zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Rettungsdienste beider Länder unterzeichnet.

Gerade in Zeiten wie diesen sei "das Grenzüberschreitende etwas ganz Wichtiges", betonte Pröll und nahm damit auch Bezug auf die Zusammenarbeit im Verkehrsbereich, gemeinsame Sprachinitiativen oder auch das grenzüberschreitende Handeln in Katastrophensituationen. Er sei "sehr zuversichtlich, was den gemeinsamen Weg anlangt, um diese wunderschöne Region, in der das alte und das neue Europa zusammenwachsen, zukunftsträchtig weiter zu entwickeln." Für Kreishauptmann Hasek ist die Vertragsunterzeichnung "ein historisches Ereignis", durch den Vertrag könne man "Menschenleben retten", und "das ist wohl das Wichtigste".

Projekt Grenztisch

Neben der Vertragsunterzeichnung wurde am Freitag auch das Projekt "Grenztisch" von Peter Klug und Peter Turrini präsentiert. Zehn Jahre habe Klug an der Umsetzung des Projekts gearbeitet. Der Tisch sei nicht nur ein "Tisch an der Grenze", sondern auch Treffpunkt zum Austausch. LH Pröll und Kreishauptmann Hasek kamen der Aufforderung zugleich nach und genossen ein Glaserl Wein am Tisch. "Der Grenztisch ist ein Symbol für die Zukunft, dass wir und die Generationen nach uns wachsam bleiben, dass das was zusammengefunden hat, nie wieder getrennt wird", sagte Pröll.

Die große Bedeutung der Zusammenarbeit über die Staatsgrenze hinweg hoben auch der Bürgermeister von Retzbach, Manfred Nigl, und der Bürgermeister von Hnanice, Martin Dvorak, hervor. "Uns verbindet seit Jahren eine gute Freundschaft und Zusammenarbeit. Der Grenztisch ist ein Symbol, das in ganz Europa aufgestellt werden könnte."

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