Chronik | Niederösterreich
05.06.2017

Rammbockbande holte Bankomat aus Supermarkt

Täter drückten Supermarkt-Glaswand ein und raubten Bankomat.

Mit Brachialgewalt krachten Kriminelle in der Nacht zum Pfingstsonntag in Amstetten durch die Glaswand eines Supermarkts und stahlen den im Foyer platzierten Bankomat. Die unbekannten Täter haben sich der derzeit in etlichen Bundesländern gebräuchlichen Rammbock-Methode bedient.
Der Coup war minitiös geplant und wurde in Windeseile durchgezogen. Kurz vor Mitternacht gingen die Einbrecher ans Werk. Dass der Merkur-Markt im Osten Amstettens direkt neben der Bundesstraße 1 liegt, störte die Gangster offensichtlich wenig. Sie zogen die schweren Fahrradständer aus Beton und Stahlrohren vor der Glasfassade des Markts zur Seite und drückten dann mit ihrem Wagen die Scheibe ein. Dann dürften sie den im Foyer aufgestellten Bankomat mit Hilfe eines Seils mit dem Wagen aus der Verankerung gerissen und durch einen Scherbenhaufen ins Freie gezogen haben. Mitsamt dem Bankomat nahm die Bande dann in Windeseile Reißaus. Als die durch einen Alarm verständigte Polizei und die Marktleitung am Tatort eintrafen waren die Täter längst wieder weg. Eine Alarmfahndung der Polizei blieb ergebnislos, die Ermittlungen laufen, heißt es bei der NÖ Landespolizeidirektion.
Marktangestellte und Feuerwehr verbarrikadierten die eingeschlagene Scheibe mit Schalungstafeln und Bierpaletten. Über den entstandenen Schaden und über das mit dem Bankomat gestohlene Bargeld gibt es vorerst keine Informationen.

Ob die Täter in einem Zusammenhang mit ähnlichen Kriminalfällen, etwa mit einem vor eineinhalb Wochen in Munderfing im Bezirk Braunau (OÖ) über die Bühne gegangenen Bankomatraub oder anderen Coups in der Steiermark oder im Burgenland in Zusammenhang stehen, wird von der Polizei geprüft.