Rad-Demo gegen Bau der dritten Piste am Flughafen Schwechat

Demo Flughafen Schwechat…
Foto: /Systemchange Mit Parolen und Transparenten demonstrierten rund 400 Personen am Flughafen-Gelände

Insgesamt 400 Personen hatten sich am Samstag versammelt. 200 kamen mit dem Rad.

Vom Wiener Karlsplatz zum Flughafen Wien-Schwechat mit dem Fahrrad, lautete der Aufruf des Vereins "System Change, not Climate Change" zu einer Demonstrationsfahrt gegen den geplanten Ausbau der dritten Piste am Flughafen Schwechat. Rund 200 Pisten-Gegner hatten sich Samstagvormittag versammelt, um die rund 20 Kilometer lange Strecke bis zum Airport in Angriff zu nehmen. Unterwegs wurden Parolen wie "Dritte Flugbahn: So ein Schmarrn!" gerufen und damit der Forderung nach zukunftsfähiger Mobilität Ausdruck verliehen. Am Zielort angekommen, hatten sich dort bereits weitere Pisten-Gegner versammelt. Insgesamt waren es rund 400 Personen, die ihren Ärger und Unmut über die Ausbaupläne Luft machten.

Aktionstag

Anlass für den Aktionstag ist die Generalversammlung der Internationalen Luftfahrtorganisation in Montreal, die am 27. September begonnen hat und bei der über das Thema Klimawandel beraten werden soll.

Der Plan, am Flughafen Wien Schwechat eine dritte Flugbahn zu errichten, stößt seit mehreren Jahren auf Widerstand. Der Verein, der die Ausbaupläne als klimaschädlichstes Projekt Österreichs bezeichnet, sowie mehrere Bürgerinitiativen fordern den Stopp der Ausbaupläne. Neben der Erhöhung der Fluganzahl, die die Treibhausgas-Emissionen immens ansteigen lassen würde, sei es vor allem die Lärmbelastung, die Anrainern ein Dorn im Auge ist. "In Zeiten des Klimawandels sind solche Investitionen absolut unverantwortlich. Besonders weil der Ausbau nicht aufgrund von Bedarf, sondern wegen Profitinteressen forciert wird", sagt Manuel Grebenjak vom Verein "System Change, not Climate Change!". Ob der Protest der Gegner Früchte trägt, wird sich erst zeigen. Denn noch ist der Bau nur geplant, eine Entscheidung steht nach wie vor aus. Nach einer Verhandlung im Jänner warten Projektgegner und Flughafen-Management auf eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts. Nämlich darüber, ob die erstinstanzliche Genehmigung des Großprojekts aufgehoben und damit die Einwände von Bürgerinitiativen und Anrainern berücksichtigt werden, oder ob der Umwelt-Bescheid des Landes Niederösterreich bestätigt wird. Klar ist: Eine Genehmigung für den Bau gibt es noch nicht.

Für Flughafen-Sprecher Peter Kleemann steht fest: "Aus unserer Sicht ist die dritte Piste notwendig."

(kurier) Erstellt am
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