Postamt schon zum zweiten Mal ausgeraubt

Postzentrum zeiselmauer…
Foto: Bernert Martin Postzentrum

Der Täter schlug Leiter einer Zustellbasis brutal von hinten nieder und räumte den Tresor aus.


Der Arbeitstag des 30-jährigen Leiters der Post-Zustellbasis Zeiselmauer (Bezirk Tulln) dauerte am Dienstag nur wenige Sekunden. Der Mann traf gegen fünf Uhr Früh bei seiner Dienststelle ein, sperrte die Tür auf und wollte gerade das Gebäude betreten, als er von hinten einen heftigen Schlag auf den Kopf versetzt bekam und bewusstlos zu Boden ging.

Etwa 20 Minuten später kamen die ersten Zusteller und fanden ihren Chef verletzt am Boden liegend. Der Tresor war offen und ausgeräumt. Der oder die Täter dürften den Schlüssel aus der Tasche des Bewusstlosen gezogen und damit den Safe geöffnet haben. Wie hoch die Beute ist, steht erst nach einer internen Revision fest, die Polizei geht von einer nicht sehr hohen Summe aus.
Der niedergeschlagene Postler kam mit leichten Verletzungen davon und erholt sich im Krankenhaus von den Strapazen. Angaben zum Täter kann der Mann keine machen: Da er von hinten niedergeschlagen wurde, hat er niemand gesehen und weiß auch nicht, wie viele Räuber am Werk waren. Da in der Zustellbasis viele Menschen ein- und ausgehen, tut sich auch die Tatortgruppe der Polizei mit der Spurensuche schwer.

Es war nicht der erste Überfall auf das Verteilerzentrum: Am 8. Oktober 2012 wurde der Leiter der Dienststelle schon einmal Opfer eines Verbrechens: Ein unbekannter Täter zwängte eine Seitentür auf und wartete im Inneren des Gebäudes auf den Postler. Als dieser in der Früh kam, zwang ihn der mit einem Revolver bewaffnete Räuber, den Tresor zu öffnen, raffte das Bargeld an sich und flüchtete.

Ob es sich bei beiden Fällen um den selben Täter handelt, ist aufgrund der unterschiedlichen Vorgangsweisen noch unklar.
Fressnapf-ÜberfallIn St. Pölten wurde Dienstagabend die „Fressnapf“-Filiale Mariazellerstraße überfallen. Ein Mann stellte eine Dose „Select Gold“-Hundefutter zur Kassa, zog plötzlich einen Revolver, sackte wortlos das Kassengeld (Höhe unbekannt) ein und flüchtete zu Fuß. Er entkam vorerst.

(Kurier) Erstellt am
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