Polizei rettet lebensmüde Chatterin

Hilferuf: In einem Chatroom schrieb die Frau über ihre Selbstmord-Absicht. Ein anderer Chatter rief die Polizei (<em> Symbolbild </em>).
Foto: KURIER /Gruber Franz

Eine 29-Jährige aus Klosterneuburg kündigte ihren Selbstmord im Internet an. Die Polizei konnte rechtzeitig einschreiten.

Mein Leben hat keinen Sinn mehr. Ich habe schon oft daran gedacht, Schluss zu machen - jetzt ziehe ich es durch." Die Botschaft einer jungen Frau, geschrieben in der Nacht auf Samstag gegen zwei Uhr Früh in einem deutschen Internet-Chat-Room, klang überzeugend.
Sogar über die Art und Weise ihres beabsichtigten Selbstmordes schrieb die lebensmüde Chat-Autorin: "Entweder ich schneide mir die Pulsadern auf, oder ich ersticke mich mit einem Plastiksackerl."

Die drastischen Worte sollten nicht folgenlos bleiben. Ein Chatter, der die Nachricht in Deutschland gelesen hatte, verständigte dort die Polizei. Die deutschen Beamten fanden über die IP-Adresse des Internet-Anschlusses heraus, dass die Suizid-Ankündigung auf einem Computer in Österreich geschrieben wurde und alarmierten das heimische Bundeskriminalamt.

Dort konnte eine Adresse in Klosterneuburg lokalisiert werden - mittlerweile war es Samstagvormittag. Klosterneuburger Polizisten fuhren sofort hin und fanden die Chatterin; eine 29-jährige Frau. Sie lebte, doch sie war in Tränen aufgelöst - Messer und Plastiksackerl lagen neben ihr. Die Frau wurde ins Donauklinikum nach Tulln gebracht.

(kurier) Erstellt am
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