Polizei fand Suchtgift und Granaten in Haus in NÖ

Polizei
Foto: KURIER Ermittler aus dem Burgenland waren in NÖ erfolgreich

Entminungsdienst sprengte noch scharfes Kriegsrelikt. 25-Jähriger soll Cannabis von illegalem Zuchtfeld gestohlen und verkauft haben.

Burgenländische Suchtgiftermittler haben bei einer Hausdurchsuchung in Lengenfeld (Bezirk Krems-Land, NÖ) vergangenen Freitag Drogen und drei Wurfgranaten entdeckt. Eine davon war noch scharf und wurde vom Entminungsdienst entfernt und gesichert gesprengt. Der Hauseigentümer steht im Verdacht, etwa eineinhalb Kilogramm Cannabis verkauft zu haben, berichtete die Polizei am Montag.

Aufgrund der scharfen Granate musste die Umgebung des Wohnobjektes gesperrt und abgesichert werden. Das explosive Fundstück wurde anschließend in einem gesicherten Bereich gesprengt. Das Kriegsrelikt – es dürfte aus dem Zweiten Weltkrieg stammen – hätte schon aufgrund von Temperaturschwankungen explodieren können, hieß es von der Landespolizeidirektion Burgenland. Die zwei anderen Granaten waren nicht mehr scharf.

Bei der Vernehmung gab der 25-Jährige an, seit einigen Wochen etwa eineinhalb Kilo Cannabis verarbeitet und verkauft zu haben. Das Suchtgift habe er von einem illegalen Cannabiszuchtfeld gestohlen, welches er im Februar im Bezirk Oberpullendorf entdeckt habe. Bei der Ernte soll ein 26-jähriger Freund, der inzwischen in Haft sitzt, geholfen haben.

Die Abnehmer befanden sich in den Bezirken Oberwart und Krems. Der 25-Jährige wurde angezeigt. Der Besitzer des Feldes konnte noch nicht ausgeforscht werden.

(apa / jtk) Erstellt am
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