Chronik | Niederösterreich
16.03.2012

Parkzone wird zu Chamäleon

Sowas zu schaffen, ist eine Kunst“, brummt mancher Kritiker: Wohl deshalb hat die Kremser Stadtverwaltung den wahrscheinlich einzigen Parkplatz, der seine Farbe wechselt, in der Kunstmeile platziert.

Dort gibt es in der sogenannten Grünen Gebührenzone eine Insel mit Blauer Zone. Stellt man sich in die Blaue, kostet das einen Euro pro Stunde. Überall in der Stadt ist die Mittagspause (12 bis 14 Uhr) in der blauen Zone gebührenfrei. Nur in der Kunstmeile nicht: Da wechseln die Plätze mittags ihre Farbe und gehören plötzlich zur Grünen Zone, die durchgehend gilt. Stellt also jemand seinen Wagen um 11 Uhr dort ab und bleibt bis 13 Uhr stehen, geht das so: Man zieht aus dem Parkautomaten einen Blauzonen-Schein für die erste Stunde. Für die zweite braucht man – zusätzlich – einen Grünzonen-Parkschein (um nur 50 Cent für die Stunde). Den gibt es nur in der Trafik, der Automat spuckt keinen aus.

Leo Hettler aus Waidhofen/Thaya fällt aus allen Wolken, als er das erfährt: „Wir wollten hier essen gehen, aber das ist katastrophal. Nirgends ablesbar und undurchblickbar.“

„So etwas darf man Gästen und Touristen einfach nicht antun“, findet auch Jörg Grasl, der das Restaurant in der Kunsthalle betreibt.