Pappeln verstellen Stift-Blick

Campingplatz, Krems, ÖAMTC, Blick auf Stift Göttweig, Zelte, Wohnwagen
Foto: Jürgen Zahrl Donau-Camper haben einen Blick auf Stift Göttweig. Die Gäste des Welterbezentrums wollen ihn auch

Besucher des Welterbezentrums wollen eine Panorama-Aussicht auf Göttweig, was in Mautern auf wenig Gegenliebe stößt.

Immer wieder verlassen Touristen das neue Welterbezentrum in Krems mit enttäuschten Gesichtern. Der Grund: Von dessen Donau-Terrasse aus kann man eines der nächst gelegenen Highlights nicht sehen, obwohl es gar nicht weit entfernt liegt: das Stift Göttweig. Eine Reihe hoher Pappeln verwehrt den Blick auf das barocke Baujuwel. Bisherige Vorstöße, ein „Fenster" in den hölzernen Vorhang zu schneiden, sind in den betroffenen Gemeinden auf wenig Gegenliebe gestoßen.

Wie es gehen kann, wurde vor dem Stift Melk vorgezeigt. Den Bewuchs hat man rund um das Bauwerk drastisch reduziert, um den Blick auf das Kloster frei zu machen. Auch die Mönche des Stiftes Göttweig am anderen Ende der Wachau würden sich über einen freien Blick auf ihr architektonisch einmaliges Kloster freuen.  Und der Restaurantbetreiber im Welterbezentrum, Otto Raimitz, wäre glücklich, wenn seine Gäste Göttweig sehen könnten. „Die Bäume sollen ja auch gar nicht gefällt, lediglich ein paar Meter gestutzt werden", sagt der Wirt. Dafür hatte sogar der Kremser Stadtrat und Ex-Bundesforste-Regionalmanager Wolfgang Chaloupek seine fachliche Hilfe angeboten.

 

Keine Anfrage

Armin Sonnauer, Stadtchef in Mautern, wundert sich: „Erstens gab es nie eine offizielle Anfrage, sondern nur ein privates Mail von Stadtrat Wolfgang Chaloupek. Wenn man über so etwas reden will, könnte man ja zu einem Gespräch laden", sagt Sonnauer. Seine Gemeinde werde sicher nicht  selbst aktiv werden, wenn die Stadt Krems etwas möchte. „Zweitens ist die Sache nicht so einfach. Denn es geht nicht nur um die Bäume in der ersten Reihe, sondern man müsste auch viele dahinter kürzen", erklärt Sonnauer. Zudem  seien Naturschutzaspekte zu berücksichtigen. Er schlägt vor, geduldig zu sein: „Die Pappeln werden nicht sehr alt."

 

(kurier / Gilbert Weisbier, Jürgen Zahrl) Erstellt am
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