Vor der Weidlinger Kreuzung stehen auch die Busse im Stau

© KURIER/Martin Bernert

Klosterneuburg
09/12/2014

Öffis sind immer noch Stiefkinder

Maßnahmenpaket zur Attraktivierung von Bus und Bahn präsentiert.

von Martin Bernert

Ein Blick auf Fahrgastzählungen macht den Handlungsbedarf offensichtlich: Nur 3200 Pendler aus Klosterneuburg fahren mit dem Bus zur Arbeit nach Wien; die Bahn ist gar nur für 1350 Klosterneuburger das Verkehrmittel der Wahl für den Weg in die Bundeshauptstadt. Dafür stecken Tausende Autofahrer täglich auf der B14 im Stau.

Ein neues Konzept für den öffentlichen Verkehr soll die Grundlagen zur Attraktivierung von Bahn und Bus legen und mehr Klosterneuburger zum Umstieg bewegen. 50.000 Euro hat das vom Grazer Verkehrsplaner Gerd Sammer erstellte Papier gekostet, gestern Abend wurde es von Verkehrsstadtrat Willi Eigner vorgestellt.

Sammer empfiehlt zwei Maßnahmenpakete, deren Umsetzung die Öffi-Nutzung langfristig (bis 2035) um bis zu 40 Prozent steigern soll. Relativ leicht umsetzbar ist das erste Paket, das auf Verbesserungen bestehender Probleme abzielt. Weit vorne auf dieser Liste steht die Weidlinger Kreuzung: Hier stehen Autos und Busse Richtung Wien im Stau, weil der Kreisverkehr in Fahrtrichtung Weidling blockiert wird. "Eine Bus-gesteuerte Rotlicht-Ampel könnte Abhilfe schaffen", sagt Eigner.

Für Unmut könnte ein weiterer Vorschlag Sammers sorgen: Um das Zufahrtschaos vor dem Gymnasium zu entschärfen, schlägt er ein Pkw-Fahrverbot in der Buchberggasse von 7 bis 8 Uhr früh vor.

Weitere Punkte des Konzepts beinhalten bessere Busanbindungen abgelegener Siedlungen, eine Neugestaltung des Busbahnhofs Niedermarkt und den Vorschlag, mit Wien über eine Busspur auf der Heiligenstädter Straße zu verhandeln.

Wunschkonzert

Eher in die Kategorie "Weihnachtswünsche" fällt das zweite vorgeschlagene Paket: Eine Halbierung des S-Bahn-Takts von 30 auf 15 Minuten mit gleichzeitiger Anpassung der Busfahrpläne würde alle siebeneinhalb Minuten eine Abfahrt nach Wien ermöglichen. Eigner: "Das wäre wünschenswert, würde aber knapp vier Millionen Euro pro Jahr kosten und ist daher für die Stadt nicht finanzierbar."

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