ÖBB bauen Hochleistungs-Strecke

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Foto: grafik/bahnausbau_marchegg.pdf

Von Wien nach Bratislava mit dem Zug in nur 45 Minuten. Das planen die ÖBB. Der Ausbau der Bahnstrecke hat bereits begonnen.

Es gibt in Europa keine zwei weiteren Hauptstädte wie Wien und Bratislava (Pressburg), die so nah beieinander liegen. Während eine leistungsfähige Straßenverbindung quer durch das Marchfeld noch immer reine Zukunftsmusik darstellt – man denke nur an die mehr als schleppend verlaufende Planung der Marchfeldschnellstraße S 8 – haben die ÖBB inzwischen begonnen, die Bahnstrecke von Wien-Stadlau zur Staatsgrenze bei Marchegg auszubauen.

„Geplant ist ein zweigleisiger Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke in Abstimmung mit den slowakischen Eisenbahnen“, erzählt Heinz Petroczy, Projektleiter bei den ÖBB, Abteilung Infrastruktur.

Der Ausbau der Strecke, bei der alle Eisenbahnkreuzungen beseitigt, beziehungsweise durch Unter- und Überführungen ersetzt werden, erfolgt in drei Etappen. Den Beginn stellt der Abschnitt Erzherzog-Karl-Straße bis zur neuen Haltestelle Wien-Asparn dar, der bis 2017 realisiert sein soll.

Abschnitt zwei enthält die durchgehende Elektrifizierung bis Marchegg und den zweigleisigen Ausbau des Streckenabschnittes von Obersiebenbrunn bis nach Schönfeld.

„Ebenso sollen alle Bahnhöfe und Haltestellen entlang dieser Strecke erneuert und verbessert werden“, erzählt Projektleiter Petroczy. Abschnitt drei stellt den Komplettausbau der Strecke dar, die den Zügen erlauben wird, mit 160 Stundenkilometer zwischen Wien und Bratislava zu verkehren.

Neue Marchbrücke

Die bestehende Eisenbahnbrücke bei Marchegg wird bis dahin durch eine neue, zweigleisige ersetzt. Dafür muss mitten in der March ein neuer Brückenpfeiler errichtet werden.

Die für den Bau erforderlichen UVP-Bescheide sollen bis Jänner kommenden Jahres vorliegen.

(kurier) Erstellt am
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