Daniela Kammerer wurde im Alter von 19 Jahren erstochen

© Fremd/Bpd Innsbruck

DNA-Spuren
03/10/2015

Neue Erhebungen im Mordfall Kammerer

Cold Case: Gegenstände der 2005 getöteten Studentin im DNA-Labor untersucht.

von Patrick Wammerl

Ein Kapitalverbrechen wie ein Mord darf in Österreich nicht ungesühnt bleiben". Das Cold Case-Team des Bundeskriminalamtes um Chefinspektor Kurt Linzer nimmt einen neuen Anlauf, um den Mordfall Daniela Kammerer zu klären. Die Studentin aus Niederösterreich wurde am 23. Juni 2005 vor einer Telefonzelle in Innsbruck mit zwei Messerstichen ermordet.

Ende 2013 geriet ihr Ex-Studienkollege Thomas B. (30) ins Visier der Ermittler. Auf der Innenseite von Kammerers Minirock fanden sich DNA und Hautschuppen des Mannes. Dennoch kam es zu keiner Anklage und die Ermittlungen gegen B. wurden eingestellt. "Damit ist der Fall aber nicht beendet. Wir ermitteln wieder und zwar gegen unbekannte Täter", bestätigt Mario Hejl vom Bundeskriminalamt (BK).

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat auf Anregung des Cold Case-Managements neuen Untersuchungen zugestimmt und einen Ermittlungsauftrag erteilt. Konkret geht es um eine intensive DNA-Auswertung der persönlichen Gegenstände von Daniela Kammerer – nämlich jener, die sie in der Mordnacht bei sich trug. Die Handtasche, ihre Geldbörse und andere Gegenstände werden im gerichtsmedizinischen Institut in Innsbruck nach dem neusten Stand der Technik auf Fremd-DNA untersucht. Die sichergestellten Gegenstände blieben bisher unangetastet.

Die Kriminalisten erhoffen sich dadurch neue Anhaltspunkte auf einen Verdächtigen. "Wir haben als Polizei die Pflicht, alles auszuschöpfen was möglich ist", sagt Linzer. Damit hatte das Cold Case-Team schon einmal Erfolg. Im Mordfall Julia Kührer brachte eine winzige DNA-Spur auf einer teilweise verbrannten Decke den entscheidenden Beweis. Kührers Mörder wurde schließlich zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt.

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