Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

Neue DAC-Gebiete im Burgenland

Leithaberg DAC ist schon so gut wie fix, im Südburgenland wird eifrig diskutiert, DAC Neusiedler See steht noch in den Sternen.

Anlässlich der Jahrespräsentation der burgenländischen Winzer berichtete Wein Burgenland-Obmann Andreas Liegenfeld über den aktuellen Stand der DAC-Debatte. Während sich das Mittelburgenland als eigene Herkunft bereits etabliert hat, sind andere Regionen noch nicht ganz so weit. Im Gespräch mit KURIER.at berichtete Liegenfeld von der deklarierten Absicht, nicht mehr als vier DAC-Gebiete im Burgenland zu schaffen. Die nächsten werden dem Vernehmen nach die Leithaberger Winzer sein. Die Vereinigung der Leithaberg-Winzer ist bei der Umsetzung federführend beteiligt, der Start soll bereits mit der Ernte 2009 erfolgen. Die zentralen Sorten werden Chardonnay, Weißburgunder, Grüner Veltliner, Neuburger und Blaufränkisch sein.

Einig ist man sich im Südburgenland mittlerweile, dass man einen DAC-Status erlangen will und dass der Blaufränkisch im Mittelpunkt sehen soll. Gezankt wird aber noch über die Bezeichnung, zur Debatte stehen "Südburgenland DAC" und "Eisenberg DAC".

Im Gebiet um den Neusiedlersee ist man bei der Eintwicklung eines DAC-Profils noch nicht so weit. Die Sortenvielfalt ist von rot über weiß bis süß aber auch sehr groß.

Walter Kirnbauer, der neue Präsident des Verbands "Blaufränkisch Mittelburgenland", berichtete vom Erfolgsmodell DAC Mittelburgenland. Ziel war es, auch jeden kleinen Winzer eine Chance zu geben. Daher profitierten von der Herkunftsbezeichnung Mittelburgenland nicht nur die bekannten Erfolgswinzer, es kommen auch immer wieder junge Weinbauern dazu.

Was ist eigentlich DAC?

DAC steht für Districtus Austriae Controllatus und soll die Herkunft des Weines hervorheben und den regionstypischen Weinen ein erkennbares Profil geben. Das Weinviertel übernahm eine Vorreiterrolle und positionierte sich so stark, dass DAC für viele immer noch für Grünen Veltliner aus dem Weinviertel steht. Im Sinne der Erfinder sollte es aber nur "Weinviertel" heißen und dass hinter dem Etikett ein Grüner Veltliner steckt, sollte zweitrangig sein. Dem Weinviertel folgten das Mittelburgenland, das Traisental und das Kremstal.