Stadtamtsdirektor Litschau, Jürgen Uitz

© Sebastian Lemp

Litschau
02/17/2013

Neue Ansichten von außen für Stadtgemeinde

Jüngster Stadtamtsdirektor überzeugt mit Erfahrung aus der Privatwirtschaft.

Litschau im Bezirk Gmünd ist die nördlichste Stadt Österreichs. Seit 2013 gibt es dort eine „Superlative“ mehr. Mit 1. Jänner wurde der 29-jährige Jürgen Uitz zum Stadtamtsdirektor bestellt – er ist der jüngste in diesem Amt im Waldviertel.
Uitz hat uns mit Erfahrung in der Privatwirtschaft überzeugt. Er ist im Alter der größten Leistungsfähigkeit“, meint Bürgermeister Otto Huslich. Dem langjährigen Stadtchef war wichtig, dass mit der Neubesetzung neue Strukturen und Ansichten eingebracht werden“.

Der in Gmünd geborene Uitz verbrachte seine Jugend in Heidenreichstein und lebt mit seiner Lebensgefährtin in Brand. Erfahrungen in der Privatwirtschaft hat der frisch gebackene Stadtamtsdirektor bereits in einigen Unternehmen gesammelt.
Zuletzt war er bei Austria Tabak in Hainburg Assistent des Produktionsleiters und somit in einer leitenden Funktion bei diversen Projekten. Nachdem das Werk jedoch Ende 2011 vom japanischen Eigentümer geschlossen wurde, entschied sich Uitz für eine „Arbeitsauszeit“, um seine beiden berufsbegleitenden Studien „Master of Business Administration“ und „Master of Public Administration“ abzuschließen.

Neuartige Symbiose

Bereits im ersten Monat habe laut Uitz die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Huslich zu vielen Ideen geführt. Der Chef von rund 40 Bediensteten führt das auf das Zusammentreffen von Erfahrungen aus Privatwirtschaft und Gemeindearbeit zurück. „Die beiden unterschiedlichen Berufsfelder können viel voneinander lernen. Eine Gemeinde kann sich einiges vom höheren Organisationsgrad eines Unternehmens abschauen.“ Im Gegensatz dazu sei die Loyalität, die in einem Stadtamt vorherrscht, für viele private Betriebe wünschenswert.
Für die Zukunft hat sich Uitz einiges vorgenommen. Nach einem Jahr steht für ihn die Dienstprüfung an: „Ich will genau so gut werden, wie mein Team bereits jetzt ist. Dann sollte das ohne Probleme über die Bühne gehen.“ Das größte interne Ziel des neuen Stadtamtsdirektor ist, die Organisation transparenter und moderner zu gestalten. „Der Umgang mit neuen Medien und Office-Techniken ist generell in der öffentlichen Verwaltung noch ausbaufähig“, weiß Uitz.
Langfristig sollen Litschaus touristische Infrastruktur und kulturelle Energie mehr ausgeschöpft werden. Mit einem Hallenbad, dem Herrensee samt Theater und Strandbad sind die Voraussetzungen sehr gut. Man müsse das Angebot nur stärker positionieren und dem ganzen mehr Leben einhauchen.