Nach schwerem Unfall: Zustand Speers stabil

Entgegen anderslautender Meldungen wurde bei Bernhard Speer weder ein Alko- noch ein Drogentest durchgeführt.

Bernhard Speer liegt auf der Intensivstation Sein Wagen krachte gegen den Pfeiler

Auf der Bühne sind sie im deutschsprachigen Raum derzeit eine riesengroße Nummer. Bernhard Speer vom Duo "Seiler & Speer" ist in der Nacht auf Mittwoch mit seinem Wagen im Bezirk Baden schwer verunglückt. Der 33-Jährige liegt im Landesklinikum Wiener Neustadt auf der Intensivstation. Der Zustand des Künstlers ist stabil, Lebensgefahr besteht keine.

In den sozialen Medien überschlugen sich – angeheizt durch wilde Gerüchte der Boulevardmedien – die Meldungen über mysteriöse Hintergründe des tragischen Unfalles. Darin war von "schwerer Alkoholisierung" bis hin zu einem "positiven Drogentest auf Kokain" gemutmaßt worden.

All diese Meldungen entbehren jeder Grundlage, hieß es auf Anfrage des KURIER am Mittwoch bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Wiener Neustadt. Nach dem Unfall am Mittwoch gegen 0.15 Uhr beim Kreisverkehr der Autobahnauffahrt Kottingbrunn konnte weder ein Alko-, noch ein Drogen-Schnelltest durchgeführt werden, weil Bernhard Speer schwerst verletzt und ohne Bewusstsein war. "Da es ein Unfall mit Eigenverletzung war und keine Anzeichen auf ein Fremdverschulden vorliegen, hat der Journal-Staatsanwalt auch keine weiteren Maßnahmen verfügt", bestätigt der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Erich Habitzl. Das bedeutet, dass Speers im Spital abgenommenes Blut auch nicht nachträglich auf irgendeine Art der Beeinträchtigung untersucht wird.

Frontal gegen Pfeiler

Der 33-Jährige raste im Kreisverkehr mit seinem VW-Bus frontal gegen den Pfeiler des Überkopfwegweisers. Nachkommende Autolenker informierten die Einsatzkräfte.

Bernhard Speer war nicht ansprechbar und musste von der Freiwilligen Feuerwehr Kottingbrunn aus dem Wrack geschnitten werden. Unter anderem hat der Künstler schwere Gesichtsverletzungen erlitten und zahlreiche Zähne bei dem Crash verloren.

Das Management des äußert erfolgreichen Duos hat nach dem Unglück versucht, nur gezielte Informationen an die Öffentlichkeit zu bringen. Den Einsatzkräften wurde deutlich zu verstehen gegeben, dass keine Fotos vom Unfallgeschehen an die Medien weitergeben werden dürfen. Auch bei der nö. Landeskliniken-Holding wurde interveniert, das Anfragen zum Gesundheitszustand von Bernhard Speer nur vom Management beantwortet werden dürfen.

Das Duo hat für November und Dezember eine Tournee mit 16 Auftritten in Deutschland geplant. Ob die Tour stattfinden kann, ist fraglich.

(kurier) Erstellt am
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