Nur mehr kurze Zeit müssen Touristen und Baustellenarbeiter in Melk miteinander klar kommen

© KURIER/Wolfgang Atzenhofer

Hochwasserschutz
08/30/2014

Nach Großbaustelle startet Melk in eine neue Epoche

Den Bau eines Flutschutzes nutzte Melk gleich zur Neugestaltung der Welterbe-Altstadt.

von Wolfgang Atzenhofer

Von einem Jahr auf das andere hat die Stadt Melk mit Jahrhunderte alter Geschichte den Sprung in eine neue Epoche gewagt.

Zwar wurde die Touristenhochburg eineinhalb Jahre lang von einer Jahrhundertbaustelle belastet. Dafür hat Melk jetzt aber eine massive Schutzanlage gegen die Donaufluten und eine neu gestaltete Innenstadt mit moderner Infrastruktur zur Verfügung. Nächstes Wochenende (www.melk.gv.at) wird die neue Ära mit dem großen Stadtfest eingeläutet.

"Es war keine einfache Zeit", gesteht Bürgermeister Thomas Widrich. Und auch sein Vize, Wolfgang Kaufmann, atmet als Projektverantwortlicher durch. Das gewaltige Vorhaben, das insgesamt 14,5 Millionen Euro verschlingt, hatte mit dem verheerenden Juni-Hochwasser 2013 und der Einstufung Melks als UNESCO-Weltkulturerbe extrem fordernde Aufgaben zu bewältigen. Die Flut 2013 bescherte der Stadt nochmals 5,5 Mio. € Schaden, allein die Baustelle für den Hochwasserschutz wurde um 280.000 € verwüstet. Bestimmungen durch den Welterbe-Status kosteten zusätzlich 580.000 €.

Ebenfalls groß war die Herausforderung an Planer und Firmen durch die Situation, dass Tausende Touristen trotz brummender Bagger und offener Künetten durch die Stadt strömten. "Außerdem war es für die Wirtschaft in der City wichtig, dass zumindest immer ein Zugang zur Altstadt offen war", schildert Kaufmann. Auch beim gestrigen Lokalaugenschein des KURIER schlenderten Hunderte Gäste aus aller Welt, vorbei an gelassenen Bauarbeitern, mitten durch Baustellen.

Neue Infrastruktur

Was ist eigentlich neu? Zum mächtigen Flutschutz auf einem halben Kilometer Länge, wurde die B1 in diesem Bereich erneuert. Entlang des Donaualtarms gibt es eine Flaniermeile und auf der Halbinsel direkt gegenüber dem Stift Melk wurde eine spektakuläre Aussichtsplattform errichtet. Einen völlig neuen Charakter zeigt die Altstadt, wo über 4000 m² neu gepflastert wurden. Darunter kamen neue Kanäle, Wasserleitungen und Medien- und Stromleitungen, die den Hauptplatz zur Event-Arena werden lassen. Und für viel Atmosphäre wird das neue Lichtsystem mit beleuchteten Gehwegen, Fassaden und Sitzbänken sorgen.

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