Daniela Kammerer wurde 2005 in Innsbruck erstochen.

© Fremd/Bpd Innsbruck

NÖ/Tirol
09/10/2014

Mordfall Kammerer: Schadenersatz gefordert

42.000 Euro für Ex-Verdächtigen.

Es war ein Knalleffekt im Fall der 2005 in Innsbruck erstochenen niederösterreichischen Studentin Daniela Kammerer: Im Dezember 2013 wurde ein Studienkollege der Frau am Flughafen Wien-Schwechat nach neuerlichen Ermittlungen durch die Cold-Case-Gruppe festgenommen. Am 7. Februar 2014 entließen die Behörden den Niederösterreicher aber wieder aus der U-Haft.

Die Studentin war am 23. Juni 2005, kurz vor ihrem 20. Geburtstag, in Innsbruck erstochen worden. Ein Pensionist fand die Leiche vor einer Telefonzelle. Das Mädchen war mit zwei Messerstichen getötet worden. Die Tatwaffe wurde nicht gefunden.

Nun kündigt Albert Heiss, der Anwalt des 29-Jährigen, rechtliche Schritte gegen die Republik an. Er stellt Schadenersatzforderungen in der Höhe von 42.000 Euro. Dieser Betrag würde sämtliche Verteidigerkosten sowie das Schmerzensgeld für die ungerechtfertigte Untersuchungshaft umfassen.

Ermittler angezeigt

Noch im September werden laut Heiss auch Anzeigen wegen Amtsmissbrauchs gegen die Ermittler des Bundeskriminalamts eingebracht. Deswegen und wegen fahrlässiger Freiheitsentziehung werden zudem der Haft- und Rechtsschutzrichter und der ermittelnde Staatsanwalt angezeigt. Die Vorwürfe beziehen sich unter anderem auf eine Äußerung, die der Chef der Cold-Case-Gruppe gegenüber einem Zeugen gemacht haben soll. Die lasse darauf schließen, dass die Ermittler voreingenommen waren. Eine Rechtsverletzung sah Heiss auch in der nicht sofortigen Beiziehung eines Verteidigers nach der Festnahme. Der ehemals Verdächtige hat stets seine Unschuld beteuert. Der Niederösterreicher kehrte nach seiner Freilassung nach Australien zurück, wo er lebt.

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