Chronik | Niederösterreich
01.02.2012

„Monsterbohrmaschine“ im Anrollen

Auf eine zehn Meter breite Baumaschine und auf Straßensperren müssen sich die Anrainer des Spitals gefasst machen.

Wenn ein ganzes Krankenhaus mitten in einem Wohnviertel abgerissen und neu errichtet wird, kann das nicht ohne Lärm, Staub und Erschütterungen abgehen. In Mödling startet für den Neubau des 338-Betten-Hauses die heiße Phase. Noch im Februar gehen die Arbeiten mit schwerem Gerät voran.

Das sechsstöckige Verwaltungsgebäude wurde bereits abgerissen. An seiner Stelle wird bis Ende des Jahres der erste von drei neuen Pavillons errichtet. Dazu startet noch in diesem Monat die „Baugrubenumschließung“, wie in einer Anrainerversammlung angekündigt wurde. Weil sich die sieben Meter tiefe Baugrube mit Wasser füllen würde, muss das gesamte Spitalsareal mit Schlitzwänden umschlossen werden. „Es werden wie mit einer überdimensionierten Bohrmaschine Löcher in den Boden gebohrt und mit Beton gefüllt“, sagte ein Techniker. Bei der Versammlung wurde jedoch die Dimension dieser „Bohrmaschine“ nicht vermittelt: „Es wird ein zehn Meter breites Gerät eingesetzt, das von Gehsteig zu Gehsteig reicht. Verkehrszeichen müssen abmontiert, Bäume umgeschnitten werden“, sagt Vizebürgermeister Gerhard Wannenmacher. Zwei bis drei Wochen wird auch eine Sperre einiger Gassen notwendig sein. „Dann ist keine Zufahrt möglich. Doch das Verfahren ist für die Anrainer verhältnismäßig verträglich. Die Alternative sind Spundwände und die werden mit starken Erschütterungen in den Boden gerammt.“

Baustelle bis 2017

Auf die Anrainer kommt also einiges zu: „Jetzt geht es erst so richtig los“, fürchtet Nachbar Hannes Giebl. Nach den Arbeiten am Pavillon A und dessen Bezug 2013 folgt 2014 der Abbruch des OP-Traktes und des riesigen Kinderturms. In den beiden folgenden Jahren werden die Pavillons B und C errichtet und 2017 „werden wir ein schönes, neues Krankenhaus haben“, betonte der kaufmännische Direktor des Klinikums, Reinhard Fritz.

Verkehrstechnisch bleibt das Einbahnsystem für Zu- und Abfahrt der Baufahrzeuge bis Mitte 2014 bestehen, dann wird umgedreht, um die Belastung zu verteilen. Der neu geschaffene und bislang kostenfreie Parkplatz am ehemaligen Leiner-Areal wird in einigen Monaten gebührenpflichtig.