Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

Mit dem Laktattest zum optimalen Training

Was passiert bei der Leistungsdiagnose, worauf kommt es an und was bringt sie für das Lauftraining?

Wie schnell soll ich laufen? Wie kann ich meine Laufleistung verbessern? Wenn Sie Ihr Training optimieren wollen, hilft ein sportmedizinischen Leistungstest bzw. ein Laktattest.

Gerade für Marathonläufer ist es wichtig, das eigene Leistungsvermögen zu kennen. Deshalb steht am Anfang des KURIER Lauferlebnisses ein Laktattest. Sobald Sie sich zum Lauferlebnis angemeldet haben und Ihre Bezahlung erfolgreich war, melden Sie sich bitte via blauer Box zum 1. Laktattest im BSFZ Südstadt an (Im Hintergrundartikel erfahren Sie alles über den Ablauf Ihres Laktattests).

Belastung und Ausdauer

Bei einem Laktattest wird nach verschiedenen Belastungsstufen der Laktatgehalt im Blut gemessen. Laktat entspricht der Milchsäure, die mit steigender Beanspruchung in der Muskulatur zunehmend entsteht. Man spricht dabei auch vom Übergang vom aeroben zum anaeroben Trainingsbereich.
Mit dem Test wird der optimale Pulsbereich für Training und Wettkampf ermittelt.

Aerobes Training heißt, dass die Energie, die Sie fürs Laufen brauchen, durch die Oxidation mit Sauerstoff produziert wird. Beim Training in diesem Bereich wird hauptsächlich Fett als Energielieferant verwendet (Fettstoffwechselbereich). Wird die Belastung erhöht, reicht die Atmung nicht mehr für die Energiegewinnung aus. Der Körper muss einen Teil der Energie anaerob (ohne Sauerstoff) gewinnen. Dabei wird Milchsäure produziert (der Laktatgehalt im Blut steigt).

Der Laktatanstieg zeigt daher die Belastungsintensität an. Außerdem ist daraus die Ausdauerleistungsfähigkeit ablesbar. Je später das Laktat ansteigt, desto besser ist die Ausdauer.

Aus den Testergebnissen werden Puls- und Tempovorgaben für das Training errechnet.