Mit dem Laktattest zum optimalen Training

Was passiert bei der Leistungsdiagnose, worauf kommt es an und was bringt sie für das Lauftraining?

Wie schnell soll ich laufen? Wie kann ich meine Laufleistung verbessern? Wenn Sie Ihr Training optimieren wollen, hilft ein sportmedizinischen Leistungstest bzw. einem Laktattest.

Gerade für Marathonläufer ist es wichtig, das eigene Leistungsvermögen zu kennen. In der Vorbereitungsphase kann kein ganzer Marathon gelaufen werden, die Anstrengung wäre zu hoch. Mit dem Leistungstest wird die maximale Herzfrequenz und damit der optimale Pulsbereich für Training und Wettkampf ermittelt. Auch für Laufanfänger ist das sehr nützlich.

Belastung und Ausdauer

Bei einem Laktattest wird nach verschiedenen Belastungsstufender der Laktatgehalt im Blut gemessen. Laktat entspricht der Milchsäure, die mit steigender Beanspruchung in der Muskulatur zunehmend entsteht. Man spricht dabei auch vom Übergang vom aeroben zum anaeroben Trainingsbereich.

Aerobes Training heißt, dass die Energie, die Sie fürs Laufen brauchen, durch die Oxidation mit Sauerstoff produziert wird. Sie trainieren im Fettstoffwechselbereich. Wird die Belastung erhöht, reicht die Atmung nicht mehr für die Energiegewinnung aus. Der Körper muss einen Teil der Energie anaerob (ohne Sauerstoff) gewinnen. Dabei wird Milchsäure produziert (der Laktatgehalt im Blut steigt).

Der Laktatanstieg zeigt daher die Belastungsintensität an. Außerdem ist daraus die Ausdauerleistungsfähigkeit ablesbar. Je später das Laktat ansteigt, desto besser ist die Ausdauer.

Aus den Testergebnissen werden Puls- und Tempovorgaben für das Training errchnet errechnet

Ablauf

Jeder Teilnehmer bekommt ein Herzfrequenzmessgerät. Zusätzlich wird das Ohr mit einer durchblutungsfördernden Salbe eingeschmiert. Dadurch wird die Qualität der Blutabnahme erhöht.

Der Test erfolgt nun in mehreren Stufen. Fünf Mal werden 1600 Meter laufen. Die Belastung wird so gesteigert, dass Sie zwei Mal eher langsam, zwei Mal in mittlerem Tempo und die letzte Etappe in Wettkampftempo laufen.

Nach jeder Runde wird aus Ihrem Ohrläppchen ein Tropfen Blut entnommen.

Nach den fünf Etappen sollten Sie noch auslaufen.

Vorbereitung

Am Testtag müssen Sie gesund und belastbar sein. An den zwei Tagen davor sollten Sie nur wenig trainieren (30 Minuten locker laufen). Achten Sie auf fettarmes und kohlenhydratreiches Essen (letzte Mahlzeit zwei bis vier Stunden vor dem Test), schränken Sie Ihren Kaffeegenuss ein und verzichten Sie auf Alkohol.

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Erstellt am 05.12.2011