Chronik | Niederösterreich
20.12.2017

Melk: Eislaufsaison ist gestrichen

Techniker konnten die Probleme an den Kühlschläuchen nicht beheben.

Lange Gesichter in Melk: Bei 0,0 Bar lag der Druck in der Anlage der Eismaschine am Mittwochmorgen. Dabei haben Techniker erst am Montag zwei undichte Stellen an den Kühlschläuchen abgedichtet – wegen dieser bei der Eisproduktion gefundenen Lecks wurde bereits für 1. Dezember geplante Start der Eislaufsaison verschoben. Der Betriebsdruck von 0,5 Bar hielt in der Folge dennoch nicht. Hunderte Liter Frostschutzmittel verflüchtigten sich.

Am Mittwoch zog Bürgermeister Thomas Widrich dann die Notbremse: „Die neueste Bestandsaufnahme hat ergeben, dass der Eislaufplatz für diese Saison leider nicht benützt werden kann. Es ist dem ganzen Team mit Stadtrat Jürgen Eder nicht gelungen, die undichten Bereiche zu finden.“ Mit Bedauern für die Situation wehrt sich Bürgermeister Widrich gegen jegliche Schuldzuweisung. „Der Fehler liegt einzig und allein in der über 20 Jahre alten Technik der Eismaschine.“

Mit Hochdruck wird derzeit an einem Notfallplan gearbeitet. Es wird eine Winter-Kooperation mit den beiden Melktalgemeinden St. Leonhard und Ruprechtshofen geben – seit Jahren betreiben die Gemeinden bereits einen Bäderbus nach Melk im Sommer. Unmittelbar nach Weihnachten nimmt die Gemeinde Melk eine Buslinie zu den von den Gemeinden St. Leonhard und Ruprechtshofen gemeinsam betriebenen Eislaufplatz in St. Leonhard in Betrieb. Offen sind derzeit noch die genauen Abfahrtszeiten für den Bus. „Diese Zeiten werden aber noch vor Weihnachten auf der Homepage der Stadt Melk unter www.stadt-melk.at veröffentlicht“, versichert Bürgermeister Thomas Widrich.
Zusätzliche Kosten sollen den Eisläufern jedenfalls nicht entstehen: Die Tickets für den Bus übernimmt die Stadtgemeinde Melk.