Massencrash und Busunglück: 170 Einsatzkräfte übten

Maissau – Mehrere Pkw touchieren, ein nachfolgender Tanklastzug kracht in die Leitplanke, auf der Gegenfahrbahn stürzt ein Linienbus über die Böschung: Es war ein Horror-Szenario, das 170 Einsatzkräfte am vergangenen Wochenende auf der Umfahrung Maissau übten.

Den ersten Rettern bot sich ein haarsträubendes Bild: Denn im Bus befanden sich auch 25 Verletzte. Über die Scheiben verschafften sich die Feuerwehrleute Zutritt. „Um Platz für die Mannschaft und das Gerät zu machen, mussten wir erst die Personen aus dem Bus holen, die nicht eingeklemmt waren“, schildert Einsatzbereichsleiter Herbert Widerna. Keine einfache Aufgabe: Vor Schmerzen schreiend und panisch spielten die Statisten ihre Rolle äußerst realistisch. Im Anschluss wurden die eingeklemmten Personen befreit. Auch unter dem Bus befand sich ein Unfallopfer (dargestellt von einer Übungspuppe). Mit einem Hebekissen musste das Fahrzeug angehoben werden.

Rund um den Tanklastzug wurde ein Schaumteppich angebracht, um einen Schadstoff-Austritt und die Ausbreitung von Schadstoffen zu bremsen.

Drei Stunden lang waren Rotes Kreuz und Feuerwehren im Einsatz. „Obwohl die Helfer keine genauen Informationen über die Übung hatten, konnten die Aufgaben vorbildhaft und in angemessener Zeit erfüllt werden“, resümiert Einsatzleiter Franz Kloiber.

( Kurier ) Erstellt am 26.03.2012