Chronik | Niederösterreich
25.04.2017

Maibaum-Attacke: Jetzt setzt es Anzeigen

Die Polizei konnte die Täter in Niederösterreich bereits ausforschen.

"Unverantwortlich". "Gefährlich". "Dumm". Die Reaktionen im kurier.at-Forum über eine waghalsige Aktion der Staatzer Jugend fallen einhellig aus. Die jungen Männer hatten während der Fahrt versucht, den Maibaum der Nachbargemeinde Paasdorf durchzuschneiden. Dabei hing sich ein Beteiligter mit einer Motorsäge aus einem Bus, während ein weiterer Pkw-Lenker mit einer Zick-Zack-Fahrt den Angriff in letzter Sekunde noch verhindern wollte. Schließlich zerbrach der Maibaum in zwei Teile.

Das Video ist derzeit nicht nur in den sozialen Medien ein Renner, auch Ermittler des Bezirkspolizeikommandos Mistelbach interessieren sich brennend dafür. Und eines steht jetzt schon fest: Die Attacke auf den Maibaum wird für alle Beteiligten ein unangenehmes Nachspiel haben.

Sachbeschädigung

Bereits am Montag wurden zwei Verdächtige (20 und 22 Jahre alt) einvernommen. Die Akteure dürfen sich aus derzeitiger Sicht auf einiges gefasst machen. Unter anderem wird ihnen Gefährdung der körperlichen Sicherheit und Nötigung vorgeworfen. Und jener, der mit der Motorsäge gearbeitet hat, drohe eine Anzeige wegen Sachbeschädigung, heißt es.

Schon jetzt bereitet sich die Polizei auf das kommende Wochenende vor. "Denn es ist nicht auszuschließen, dass es nach dem Vorfall noch zu einer Revancheaktion kommt. Wir werden das sehr genau beobachten", berichtet ein Ermittler.

Der Bürgermeister von Staatz, Daniel Fröschl (ÖVP), hat mit den Jugendlichen bereits gesprochen. "Es tut ihnen unendlich leid. Sie sagen, dass es ein Fehler war und dass sie hoffen, dass es keine weitreichenden Konsequenzen und keine Nachahmer geben wird." Sie würden eine schriftliche Entschuldigung verfassen und seien sich ihrer Schuld bewusst. Trotzdem kündigt auch der Bürgermeister Konsequenzen seitens der Gemeinde an.

Wie viele Beteiligte es tatsächlich gegeben hat, weiß auch Fröschl nicht, gesprochen hat er mit zwei Burschen. Aus der Vergangenheit sind Fröschl keine derartig groben Zwischenfälle mit Maibäumen oder Rivalitäten bekannt.