Chronik | Niederösterreich
28.01.2015

Lottogewinner raubte zwei Banken aus

Der spielsüchtige Senior wollte nicht auf die Auszahlung seines Gewinnes warten.

Das Glück ist bekanntlich ein Vogerl – und es landete ausgerechnet bei Johann Z. Für ihn zum besten Zeitpunkt, denn der 64-Jährige war erst im Jahr 2013 aus der Haftanstalt Stein spaziert, nachdem er eine mehrjährige Gefängnisstrafe abgesessen hatte. Er brauchte also Geld, da kam ein Lottogewinn in der Höhe von 46.000 Euro gerade recht.

Die Sache hatte aber einen Haken: Weil so ein Lottogewinn nicht von heute auf morgen ausgezahlt wird, sondern es Monate dauert, bis es auf dem Konto klingelt, verlor Z. rasch die Geduld. Seine letzten 15 Euro investierte der Pensionist deshalb in einen Spielzeugrevolver und raubte eine Bank in St. Pölten aus. Z. verschlug es nach Pörtschach, wo er sich eine Wohnung zulegte.

Zu diesem Zeitpunkt war auch schon der Gewinn auf seinem Konto. Weil er aber weiterhin von den Spielautomaten nicht loskam, schmolz die Summe dahin. Da traf es sich für ihn gut, dass sich nur wenige Meter von der Wohnung entfernt ein Geldinstitut befindet. Z. schnappte sich ein Messer und überfiel die Bank. Er wurde rasch geschnappt. Jetzt wurde Z. in St. Pölten zu zwölf Jahren Haft verurteilt. "Ja. Danke. Passt", sagt er. Rechtskräftig.