Logistikzentrum ist auf Schiene

Logistikzentrum ist auf Schiene © Bild: Spar

Eingereicht wird Ende April, im Frühjahr 2014 startet der Betrieb. Gegner wollen am Mittwoch noch alle Kräfte mobilisieren.

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Mit iPad, Bauplänen und detaillierten Grafiken präsentierte Spar-Geschäftsführer Alois Huber am Freitag die jüngsten Ideen zum umstrittenen Logistik-Zentrum Ebergassing (Wien-Umgebung). „In zwei Wochen reichen wir ein, im Frühjahr 2014 soll der Betrieb starten“, so Huber. Seit fast einem Jahr zanken sich Befürworter und Gegner um das 44.000 große Projekt.

„In der Vergangenheit wurden viele falsche Zahlen veröffentlicht, die mit der Realität nicht viel zu tun haben“, sagt Huber. Dieser Faktor machte das Logistikzentrum zum großen Streitfall in der kleinen Gemeinde.

Auf die Frage, ob er bei künftigen Projekten etwas anders machen würde oder aus der Causa gelernt habe, denkt der Spar-Chef lange nach. „Es wurde zu früh über etwas gesprochen, dass es so nicht gibt“, sagt er. Spekulationen über Größe und Verkehrsaufkommen in Ebergassing hätten eine sachliche Diskussion überlagert.

Nächsten Mittwoch präsentiert Spar die abschließenden Pläne der breiten Öffentlichkeit ab 19 Uhr im Volksheim. In zwei Wochen sollen diese bei den Behörden eingereicht werden. Ab 2014 will Spar die Wiener Marktversorgung bereits aus Ebergassing über die Bühne bringen.

Laut Studien wird es mehr Verkehr auf der B 15 geben. „Aber nur rund 10 Prozent“, sagt Huber. Von Kollaps könne keine Rede sein. Ein neuer Kreisverkehr soll zudem die Gemeinde entlasten.

Bürgermeister Roman Stachelberger steht hinter dem Projekt. „Das Logistikzentrum bringt uns neue Arbeitsplätze und Aufträge für regionale Betriebe. Es ist ein kräftiger Schub für die Infrastruktur“, sagt er. Laut Spar werden künftig 179 Lkw täglich zu- und abfahren, rund 50.000 jährlich.

Blockade

Quasi als letzte Chance werten die Gegner des Logistikzentrums den kommenden Mittwoch. Via Newsletter kündigen sie eine Demonstration vor dem Volksheim an. „Trillerpfeifen und Plakate sind vorhanden“, heißt es darin. „Nun hat jeder die Chance der Firma Spar und unseren Gemeindevertretern seine Ablehnung zu diesem Monsterprojekt zu demonstrieren“, heißt es weiters.

( Kurier ) Erstellt am 13.04.2012