Lkw in Flammen legte Westautobahn lahm

Eine stundenlange Sperre der A 1 samt Mega-Stau zog ein Fahrzeugbrand bei St. Pölten am Samstagmorgen nach sich.

Dramatische Szenen boten sich am Samstagmorgen auf der Westautobahn bei St. Pölten: Ein ungarischer Lkw war gegen den Steher eines Überkopfwegweisers gekracht und in Flammen aufgegangen. Die Autobahn musste acht Stunden lang gesperrt werden. Richtung Linz bildete sich ein bis zu zwölf Kilometer langer Stau.

Gegen vier Uhr Früh war der 42-jährige Lkw-Fahrer knapp vor der Ausfahrt Loosdorf mit seinem Fahrzeug von der Fahrbahn abgekommen. Der mit fünfeinhalb Tonnen Marillen beladene Lkw prallte mit voller Wucht gegen die Stütze eines Überkopfwegweisers. Lenker und Beifahrer konnten sich leicht verletzt aus der Fahrerkabine retten. Sekunden später ging der Lkw in Flammen auf und brannte völlig aus.

Die Feuerwehren aus St. Pölten und Loosdorf waren nicht nur mit dem Feuer beschäftigt, in der Folge mussten sie auch das Wrack entfernen und den völlig demolierten Wegweiser abmontieren. Ein 50-Tonnen-Kran kam zum Einsatz. Bis Mittag blieb die A1 in Richtung Linz gesperrt. Der Stau erreichte zwölf Kilometer Länge. Auch auf der Umleitungsstrecke durch das Stadtgebiet von St. Pölten mussten Autofahrer viel Geduld haben.

Aufgeschlitzt

Schwer verletzt wurde ein 67-Jähriger bei einem weiteren Unfall am Samstagmorgen in Oberösterreich. Bei der Kollision mit einem Transporter wurde das Auto des Deutschen regelrecht aufgeschlitzt. Sein Auto dürfte in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn geraten sein und sich am Anhänger des entgegenkommenden Transporters verfangen haben. Der Kleinwagen des Pensionisten wurde über die komplette Länge aufgerissen.

Ebenfalls schwer verletzt wurde ein 29-jähriger Wiener bei einem Verkehrsunfall auf der A6 im Nordburgenland. Der Mann war in Fahrtrichtung Slowakei unterwegs, als ihn nach seiner Aussage ein anderer Pkw zu einer Notbremsung veranlasste. Der Wiener prallte mit seinem Auto gegen die Betonleitwand und wurde über beide Fahrstreifen in den Straßengraben geschleudert. Der Lenker konnte noch selbst aussteigen. Er wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus Kittsee gebracht.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011