Lilienfeld sucht Gondelbahn-Investor

Muckenkogel – Wunschprojekt kostet zehn Millionen Euro

„Es ist nicht leicht, etwas Großes auf die Beine zu stellen“, sagt Bürgermeister Herbert Schrittwieser. „Wenn der Brocken so groß ist.“ An der Wiege des alpinen Skilaufes, wie der 1248 Meter hohe Muckenkogel nach Skipionier Matthias Zdarsky gern genannt wird, ist der Modernisierungsschub zwar durchgedacht, aber noch nicht gestartet. Der jetzige Einser-Sessellift ist inferior (langsam, nicht familientauglich) und der Umbau zum Zweier ist im Verhältnis zum Aufwand sündteuer. Experten sehen nur einen Ausweg: Eine Gondelbahn. Kostenpunkt: zehn Millionen Euro.

„Das ist selbst unter Einrechnung aller Förderungen, die etwa 30 bis 35 Prozent der Summe abdecken, für uns als Gemeinde unfinanzierbar“, gibt Schrittwieser zu bedenken. „Wenn wir das machen, brauchen wir Investoren.“ Es habe schon Gespräche gegeben, ein potenzieller Mitfinanzierer sei auch schon gefunden, aber es brauche noch weitere Partner. „Das kann in unseren Breiten einer alleine nicht riskieren.“

Wander-Schwerpunkt

Selbst wenn es gelingen sollte, das Jahrhundertprojekt zu starten: „Das Hauptaugenmerk am Muckenkogel kann nicht der Winterbetrieb sein“, weiß Schrittwieser. Keine Schneegarantie, keine Schneekanonen. Touren-Skifahrer, Winterwanderer, auch Langläufer hätten den Berg erobert. In der schneelosen Saison brummt der Muckenkogel dank dreier Hütten ohnehin stark.

Liftbetrieb derzeit: An Wochenenden 9 bis 16 Uhr, in den Energieferien täglich.

( Kurier ) Erstellt am 31.01.2012