© Thomas Lenger

Niederösterreich
03/06/2014

Lichtmast stoppt wilde Verfolgungsjagd

Polizei jagte Amoklenkerin durch Wien und Niederösterreich. 43-Jährige stand unter Medikamenteneinfluss.

Schon wieder musste die Polizei in Niederösterreich eine wilde Verfolgungsjagd absolvieren. Eine 43-jährige Lenkerin aus dem Burgenland war den Beamten am Donnerstag in den frühen Morgenstunden in Vösendorf (Bezirk Mödling) aufgefallen, da sie mit extrem hoher Geschwindigkeit auf der Triester Straße unterwegs war. Doch die Frau ignorierte den Anhalteversuch und fuhr einfach davon. Etwa 50 Kilometer lang wurde sie von der Polizei verfolgt - doch die Lenkerin ließ sich nicht stoppen. Erst vor der Ortseinfahrt in Oeynhausen (Bezirk Baden) war die Amok-Fahrt zu Ende, als der Wagen der Frau zunächst mit einem Polizei-Auto und dann mit einem Lichtmasten kollidierte.

Die Frau wurde bei dem Unfall verletzt und danach ins Krankenhaus gebracht. Sie stand offenbar unter Medikamenteneinfluss. Ihren Führerschein ist sie vorerst los. Weitere Anzeigen könnten folgen. Mittlerweile befindet sich die Mutter einer Tochter in einer psychiatrischen Anstalt, wie der KURIER erfuhr. Die Frau hat ihren Wohnsitz im Bezirk Mattersburg.

Schussabgabe

Die Amokfahrt der 43-Jährigen führte über Wien, Hennersdorf, Wiener Neudorf und Traiskirchen. Insgesamt acht Mal startete die Polizei einen Anhalteversuch - erst der letzte in Oeynhausen war erfolgreich. Die Frau durchbrach mehrere Polizeisperren, missachtete rote Ampeln und krachte mehrere Male mit Polizeiautos zusammen, die sie stoppen wollten. Auf der Laxenburger Straße war sie sogar kurzzeitig als Geisterfahrerin unterwegs. Insgesamt wurde die Lenkerin von 20 Streifen verfolgt, auch die Sondereinheit WEGA war am Einsatz beteiligt. Drei der Dienstfahrzeuge wurden im Zuge der Verfolgungsjagd beschädigt.

Beim vorletzten Versuch die Frau zu stoppen, gab ein WEGA-Beamter einen Schuss ab, der laut Landespolizeikommando jedoch weder das Auto noch die Frau traf.

Laut Polizei legte die Amokfahrerin ein "extrem rücksichtsloses Verhalten" an den Tag, sie habe weder auf die eigene Sicherheit noch auf die von anderen Rücksicht genommen. "Es hat gewirkt, als ob sie nichts zu verlieren gehabt hätte", hieß es vonseiten der Polizei.

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