Kupferdiebe sägten 20.000-Volt-Leitung an

Symbolbild
Foto: KURIER/Wessig

Beim versuchten Diebstahl brach ein Feuer aus, der oder die Täter dürften sich massive Brandwunden zugezogen haben.

Kupferdiebe werden immer dreister: In Hagenbrunn, Bezirk Korneuburg, wollten Unbekannte eine frisch verlegte Starkstromleitung aus einer Künette stehlen. Was die Ganoven allerdings nicht wussten war, dass die Leitung bereits unter 20.000 Volt Volllast stand. Ein Kurzschluss war die Folge.

Der versuchte Kupferdiebstahl hatte sich, wie jetzt erst bekannt wurde, schon in der Nacht von Freitag auf Samstag im Industriegebiet abgespielt. Wien-Strom verlegt in Richtung des neu gebauten Einkaufszentrums Gerasdorf eine 20-kV-Leitung unter die Erde. Die Künette war auf einer Länge von 150 Meter noch nicht zugeschüttet, die fünf Zentimeter dicke Leitung lediglich mit Brettern zugedeckt.

Flex

Um 23.35 Uhr dürfte der Kuperdieb mit einer Flex eine Phase des Kabels durchtrennt haben. Experten vermuten, dass sich der Täter dabei zumindest massive Brandwunden zugezogen haben muss. Durch den Kurzschluss gerieten jedenfalls die Bretter in Brand. Eine Spaziergängerin alarmierte am Morgen die Polizei: "Wir haben das Feuer gelöscht. "Eine heiße Spur zu einem Verdächtigen entpuppte sich als Fehlschlag. Ein 35-jähriger Wiener ließ sich Brandwunden im Spital Mistelbach behandeln. "Allerdings schon Stunden vorher", sagt ein Ermittler. Der Schaden beträgt mehr als 25.000 Euro.

(KURIER) Erstellt am
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