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Feuerwerks-Unfälle
01/01/2014

Kugelbombe tötet Harley-Händler

Silvesternacht forderte Verletzte und einen Toten

Ein grauenvoller Unfall erschütterte am frühen Silvesterabend die Gemeinde Deutsch-Wagram, NÖ. Bei dem Versuch, eine „Kugelbombe“ zu zünden, starb der 54-jährige Karl Sch. vor den Augen seiner Lebensgefährtin sowie deren elfjährigen Sohnes.

Gegen 18.20 Uhr wollte Sch., Österreichs größter Harley-Händler aus St. Pölten, den Feuerwerkskörper mithilfe einer selbst gebauten Abschussvorrichtung, zünden. Als dies misslang, dürfte sich der Familienvater über die Kugelbombe gebeugt haben – die in diesem Moment explodierte. Sch. erlitt schwerste Gesichts- und Kopfverletzungen. Augenzeugen sowie der Notarzt versuchten, den Mann noch zu reanimieren, doch vergebens. Die Lebensgefährtin und der Sohn erlitten einen schweren Schock. Laut Polizei sei nicht auszuschließen, dass Sch. die nicht gekennzeichnete Kugelbombe im Internet bestellt hatte. Auch bei zwei weiteren Silvester-Unfällen in NÖ wurden drei Männer im Gesicht verletzt.

In Geinberg in OÖ wurden einem Schlosser vier Finger der rechten Hand weggerissen. Der 31-Jährige zündete einen Böller, den sein Bruder gebaut hatte: Schwarzpulver war in eine Filmdose aus Plastik gestopft worden, als Lunte diente ein Faden. In Kufstein in Tirol detonierte ein Böller in der rechten Hand eines Mannes, vier Finger wurden „äußerlich zerfetzt“, wie ein Polizist formulierte.

In der Hitze des Gefechts der Silvesternacht schoss ein Burgenländer in Wien-Simmering mit seiner Glock 30-mal auf den Gehsteig. Verletzt wurde niemand. Allerdings rückte die WEGA an. Der Mann, der die Waffe illegal besaß und gegen den ein Waffenverbot besteht, gab an, lediglich an Silvester teilhaben zu wollen. Er sei davon ausgegangen, dass die Schüsse in der allgemeinen Silvesterknallerei nicht auffallen würden.

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