Kremser Bahnhof bekommt ein Leitsystem

Wachau-Linien: Ein Übersichtsplan und Schilder sollen bis 31. März montiert sein.

Die Antwort auf die Kritik eines Verkehrsplaners kam prompt. Wie berichtet, sagte Gerold Markgraf, eine Vervielfachung der Öffi-Nutzer aus der Wachau sei unter den jetzigen Bedingungen unrealistisch. Er nannte in diesem Zusammenhang ein fehlendes Leitsystem am Bahnhof in Krems als größtes Problem. Doch daran werde schon längst gearbeitet, berichtet Karin Wagensonner, die Managerin der Mobilitätszentrale NÖ-Mitte dem KURIER. An der Umsetzung würden die Stadt Krems, der Verkehrsverbund Ost-Region VOR und die ÖBB eng zusammenarbeiten.

Geplant ist, dass mit Saisonstart des touristischen Zugverkehrs am 31. März ein Übersichtsplan im Schaukasten in der Bahnhofshalle aufgehängt wird, der den Gästen einen Überblick über das Gelände ermöglichen soll. Außerdem soll ein Schild über dem Bahnhofs-Ausgang anzeigen, wo sich die „Wachau-Linien“ befinden. Darüber hinaus ist ein Wartehaus direkt bei den Bushaltestellen der Wachau-Linien vorgesehen.

Wie berichtet, versucht die Plattform „Wachaubahn 2.0“ dem Land NÖ konstruktive Beiträge zu liefern, um das Angebot des Öffi-Verkehrs in der Wachau zu verbessern. Eine Verkehrspotenzialanalyse hat die Plattformbetreiber, die bis zuletzt heftige Kritik gegen die großteils stillgelegte Wachauer Bahnlinie geübt hatten, jetzt zum Umdenken bewegt. „Wir müssen einsehen, dass sich eine Bahnverbindung für 50 regelmäßige Pendler nicht rechnet“, muss Initiator Marko Spegel-Grünberger zugeben. Eine tägliche Zugverbindung zahle sich erst aus, wenn die Pendlerzahl zumindest um das Zehnfache höher sei. Um das zu erreichen, müsse vieles verbessert werden.

( Kurier ) Erstellt am 23.01.2012