Chronik | Niederösterreich
25.08.2017

Krems: Großbrand hält Feuerwehrkräfte in Atem

Freitagfrüh war in einem Wirtschaftsgebäude im Stadtteil Weinzierl ein Feuer ausgebrochen. 170 Einsatzkräfte sind vor Ort.

Kilometerweit war eine riesige Rauchsäule über der Stadt Krems zu sehen. Ein rund 500 Quadratmeter großes Wirtschaftsgebäude war Freitagfrüh im Stadtgebiet Weinzierl in Brand geraten und hatte einen Großalarm ausgelöst. Explosionsgeräusche waren deutlich zu hören, mehrere Gebäudeteile stürzten ein.

Kurz nach 8 Uhr Früh läutete beim Feuerwehrnotruf pausenlos das Telefon. Dutzende Anrufer waren besorgt, weil sie fürchteten, dass ein Feuer im Krankenhaus ausgebrochen sei. Tatsächlich stand nur rund 100 Meter vom Spital entfernt das Wirtschaftsgebäude einer Schnapsbrennerei im Vollbrand. Als Vorsichtsmaßnahme hatte die Betriebsfeuerwehr des Krankenhauses aber das Gaslager des Spitals ausgeräumt. Unterdessen rückte ein Großaufgebot an Einsatzkräften aus. Da sich die Flammen rasend schnell ausbreiteten, mussten zusätzliche Feuerwehrleute alarmiert werden. "Insgesamt 16 Feuerwehren sind mit 170 Einsatzkräften vor Ort", berichtete NÖs Feuerwehrsprecher Franz Resperger dem KURIER.

Innenangriff zu gefährlich

Einen Innenangriff musste die Feuerwehr rasch einstellen, weil das Gebäude teilweise einstürzte. Außerdem wurden mehrere Explosionsgeräusche wahrgenommen. Laut Passanten soll der Kessel für das Schnapsbrennen explodiert sein, heißt es. Auch ein Nebengebäude dürfte in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Die Flammen wurden in der Folge nur noch von außen bekämpft. Im Einsatz standen Freitagvormittag insgesamt drei Drehleitern bzw. Hubsteiger.Noch immer sind Dutzende Feuerwehrleute im Einsatz, um die Glutnester zu löschen (siehe auch Webseite der Feuerwehr Krems). Die Nachlöscharbeiten werden sicher noch bis Freitagnachmittag andauern, betont Resperger. Mehrere Feuerwehrleute erlitten leichte Verletzungen wie etwa Schwächeanfälle oder Schnittwunden.