Kompromiss im Clinch um ein Energie-Projekt

Zwettl - Blende soll geplante Solaranlage verbergen, um das Ortsbild nicht zu stören

Der Zwettler Sparkassen-Direktor Franz Pruckner kann erleichtert durchatmen. Er bekommt von der Stadtgemeinde Zwettl "Grünes Licht" für die Errichtung einer Photovoltaikanlage im Ausmaß von 138 Quadratmeter auf dem Dach des historischen Sparkassenhauses, das bis Jahresende 2012 in ein topmodernes Citycenter umgebaut wird. Allerdings muss Pruckner mehrere Auflagen erfüllen. Für die zusätzlich geplanten Mini-Windräder gibt es aber noch keine Entscheidung.

"Die Photovoltaikanlage muss hinter einer Blende versteckt sein, damit sie das historische Stadtbild nicht stört", erklärt Pruckner eine der Lösungen. Genau deswegen hatte die Gemeinde, wie berichtet, große Bedenken. Bei aller Wertschätzung für die erneuerbare Energie gehe es auch um das historische Ortsbild, sagte Zwettls Bürgermeister Herbert Prinz kürzlich. In Gesprächen sind Lösungen entstanden. Geplant ist eine Photovoltaikanlage, die bis zu neun Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß einsparen und 19.000 kW-Stunden Strom pro Jahr erzeugen soll.

Für eine Entscheidung in Sachen Mini-Windräder will Prinz noch ein Lärmgutachten abwarten. Ein Anrainer befürchtet, dass die geplanten Windräder auf dem Dach zu laut sein könnten. Wie auch immer. Währenddessen gehen die Bauarbeiten für das vier Millionen Euro teure Citycenter, in dem Geschäfte, Büros und ein Restaurant geplant sind, zügig weiter. Im Dezember 2012 soll der neue Komplex fertig sein.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011