Kollisionen können tödlich verlaufen

Über die Straße wechselndes Wild löste im Bezirk Gänserndorf innerhalb eines Tages zwei schwere Verkehrsunfälle aus.

Ein alter, stattlicher und kapitaler Hirsch kann ein Gewicht von mehr als 300 Kilo erreichen. Das durchschnittliche Gewicht ist allerdings deutlich niedriger und beträgt für fünfjährige Hirsche etwa 110 Kilo. Eine gefährliche Begegnung mit dieser schwersten heimischen Wildart hatte ein 29-Jähriger aus Dürnkrut. In der Nacht zum Mittwoch fuhr der Weinviertler mit seinem Pkw auf der Bernsteinstraße in Richtung seines Heimatortes, als plötzlich zwei Hirsche über die Straße wechselten. Es kam zu einem Zusammenprall mit einem der Tiere und in der Folge schlitterte der Pkw gegen einen Baum. Der Dürnkruter wurde dabei im Bereich des rechten Oberkörpers schwer verletzt. Ein Notarztteam des Rotes Kreuzes brachte ihn in das AKH nach Wien. Ein Hirsch verendete am Unfallort. Ein Hundewelpe, der sich am Rücksitz befunden hatte, wurde bei dem Unfall eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit und zu einem Tierarzt gebracht werden. Der Pkw ist ein Totalschaden.

Zwischen Franzensdorf und Andlersdorf im Marchfeld kollidierte Montagnacht ein 31-Jähriger aus Pframa mit einem Reh. Bei dem Versuch, dem Tier auszuweichen, prallte der Marchfelder in der Folge ebenfalls gegen einen Baum und wurde dabei unbestimmten Grades verletzt. Die Rettung brachte den Mann in die Lorenz Böhler Klinik nach Wien. Am Pkw entstand erheblicher Sachschaden.

Weg vom Gas

Besonders in der Morgen- und Abenddämmerung sind Verkehrsteilnehmer speziell in Waldgebieten oder in deren Nähe zu reduzierter Geschwindigkeit und besonderer Aufmerksamkeit aufgerufen. Hirsche, Wildschweine und Rehe wechseln mitunter in Rudeln oder Rotten schnell und unvermittelt über die Straße auf einem ihnen vertrauten Wildwechsel.

( Kurier ) Erstellt am 04.04.2012