Kaltenleutgeb­ner Bahn bleibt stillgelegt

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Foto: Markus Neubauer/Verein Pro Kaltenleutgebnerbahn Nostalgiefahrten wie diese soll es weiterhin geben – ein regulärer Betrieb wird auf der alten Bahntrasse aber nicht wieder eingeführt.

Bezirk Mödling: Untersuchung zur Reaktivierung der Bahnlinie abgeschlossen.

Die Verkehrsproblematik im Kaltenleutgebner Tal ist in letzter Zeit durch das Wohnbauprojekt „Waldmühle“ verstärkt in den Fokus getreten. Wie berichtet, sollen auf Wiener Stadtgebiet 450 Wohnungen entstehen, die angrenzenden NÖ-Gemeinden befürchten ein Verkehrschaos.

Um den öffentlichen Verkehr zu stärken, wurde im Auftrag des VOR eine Reaktivierung der seit Jahren stillgelegten Bahnlinie untersucht. Experten kamen nun zum Ergebnis, dass die Wiederaufnahme eines Bahnbetriebes in unterschiedlichen Varianten auf Grund der hohen Investitionskosten bei vergleichsweise niedrigem Fahrgastpotenzial nicht vertretbar sei. Dafür sollen bestehenden Buslinien beschleunigt und besser mit der Straßenbahn in Wien verbunden werden. Ein kurzer Abschnitt der Bahntrasse könnte dafür als Busspur genutzt werden.

Parallel dazu wird die Leistungsfähigkeit der Kreuzungen nach Liesing durch mehr Abbiegespuren und Ampelschaltungen verbessert. Für das Wohnprojekt wird ein Schulbus eingerichtet.

Einig ist man, dass die Bahntrasse erhalten werden soll. Einerseits für Nostalgiefahrten, andererseits könnten „neue technologische Entwicklungen einen Bahnbetrieb mittelfristig wieder sinnvoll machen“, heißt es in einem Bericht. Die nächste Nostalgiefahrt des Verein Pro Kaltenleutgebnerbahn findet übrigens am 26. Mai statt.

www.pro-kaltenleutgebnerbahn.at

(kurier) Erstellt am
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