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Chronik Niederösterreich
08/26/2014

Juwelierüberfall: Schuldspruch wegen Diebstahls

Rumäne am Landesgericht Korneuburg rechtskräftig zu 15 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

Ein Rumäne war am Dienstag in Korneuburg des Raubes an einem Juwelier in Bruck an der Leitha angeklagt. Er soll dem Geschäftsinhaber im Juni ein Tablett mit 40 Goldketten entrissen haben. Das Verfahren ergab jedoch, dass die Tat "nur" als schwerer Diebstahl zu qualifizieren war. Der 31-Jährige wurde zu 15 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Die Entscheidung des Schöffensenats ist rechtskräftig.

Der Mann war mit Landsleuten im Pkw nach Österreich gefahren. In Bruck an der Leitha wurde Pause gemacht, in der er allein das Geschäft betrat und sich Goldketten vorlegen ließ. Er gestand, dass er den Unternehmer hatte ablenken wollen, was ihm aber nicht gelang. Schließlich schnappte er sich das Tablett, das auf der Vitrine lag, und rannte davon. Seine Bekannten hätten von seinem Vorhaben nichts gewusst. Der mitangeklagte Fahrer des Autos war nicht vor Gericht erschienen.

Der Juwelier sagte aus, dass er "auf der Hut" gewesen sei und deshalb das Tablett mit dem Schmuck im Wert von 8.000 Euro festgehalten hätte. Als der "Kunde" vorgab, eine Kette aus einem anderen Regal sehen zu wollen, drehte er sich nicht um, weil er wusste, dass sich dort nur Silberschmuck befand. Dennoch wurde er kurz abgelenkt, weil der Mann plötzlich eine Kette in die Luft warf - ob er in diesem Moment noch den Daumen auf dem Tablett hatte, wusste der Unternehmer heute nicht mit Sicherheit zu sagen. "Man kann also sagen, Sie wurden ausgetrickst", brachte Richterin Xenia Krapfenbauer die Situation auf den Punkt. Gewalt war demnach keine im Spiel.

Teil der Beute verloren

Auf der Flucht verlor der Rumäne einige Ketten, die der benachbarte Geschäftsinhaber auf der Straße fand und dem Juwelier zurückgab. Die übrigen Schmuckstücke fanden sich im Pkw, der im Zuge der nach dem Diebstahl erfolgten Fahndung auf der A4 (Ostautobahn) angehalten wurde. Er habe die Ketten angesichts der Exekutive hinter die Kopfstützen gestopft, erklärte der Angeklagte via Dolmetsch.

Staatsanwalt Thomas Ernst selbst stufte in seinem Schlussvortrag die Anklage auf schweren Diebstahl (Strafrahmen bis zu drei Jahre) herab. Mildernd auf die Strafbemessung wirkten sich das Geständnis aus sowie die Tatsache, dass kein Schaden entstanden war. Als erschwerend wertete die Richterin das "getrübte Vorleben" des Beschuldigten - aufgrund einer "massiven" Vorstrafe in Spanien sei keine teilbedingte Strafnachsicht möglich gewesen.

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