Chronik | Niederösterreich
16.03.2018

Jungschauspielerin macht Karriere: Von der ORF-Serie auf die Musical-Bühne

Schon mit sieben war Nina Hafner Schauspielerin. Nun spielt sie die "Alice im Wunderland".

Nichts tun, das liegt Nina Hafner nicht. Deshalb kann die quirlige 16-Jährige beim Interview auf der elterlichen Couch auch kaum still sitzen und redet so schnell, dass Mama Ruth sie bremsen muss.

Die Schülerin, die mit ihren Eltern, ihrer zehnjährigen Schwester und vier Hasen in Münchendorf, Bezirk Mödling, lebt, gilt als Nachwuchstalent auf Österreichs Bühnen und im Fernsehen. Eine Rolle als Blumenmädchen in der Neuverfilmung von Sisi mit sieben Jahren, eine Hauptrolle in der ORF-Serie "Die Detektive" mit Katharina Strasser mit elf. "Mit ihr habe ich mich so gut verstanden, sie ist heute meine Firmpatin", erzählt Nina. Es folgte der Kiddy Contest mit 13 Jahren und die dritte "teatro"-Musical-Produktion in Mödling. Ab 18. Juli gibt sie die Alice in Norberto Bertassis Version von " Alice im Wunderland". "Es ist einfach purer Spaß", sagt sie über ihre Berufung.

Von Kindheit an

Dass Nina Schauspielerin werden sollte war ihren Eltern – die sie nach Kräften unterstützen – von Anfang an klar. Was sonst könnte ein Kind begeistern, das mit drei Jahren jede Puppe liegen ließ, sich stattdessen verkleidete und jemand anderen gab? Die Fünfjährige durfte in einer Schauspielschule beginnen. "Am Anfang konnte ich noch nicht lesen, deshalb hat die Mama die Texte gelesen und mir beigebracht", erinnert sie sich. "Wir haben schnell gemerkt, dass sie das glücklich macht", sagt diese. Kurse, etwa an der Elfriede Ott-Schauspielschule, sowie Gesangs- und Ballettunterricht folgten.

An ihrer Karriere arbeitet die 16-Jährige diszipliniert. 40 Grad Fieber bei einem Fotoshooting? Nina beißt sich durch. Ein Bühnen-Unfall, bei dem ein Zahn absplittert – sie spielt die Szene zu Ende. Und arbeitet weiter an sich. Als ihre Familie ein Jahr lang in Zypern lebt, beginnt sie Gitarre zu spielen. Ohne Schauspielerei war ihr schlicht langweilig. "Ich habe sogar begonnen ins Fitnessstudio zu gehen", erzählt sie. Das sei untypisch.

Drehen in Hollywood

Ihre Zukunft sieht die 16-Jährige beim Film – wenn man träumen darf, in Hollywood. Ihre Nachbarn haben sogar eine Spardose gebastelt: Für Kurse am renommierten "Lee Strasberg Theatre & Film Institute" in New York. "Film ist das Schwerste. Man muss sehr viel mit den Augen machen, man muss sich in den Charakter reinversetzen." Diese Details würden sie reizen, sagt sie.

Vielleicht hat Nina deshalb auch keine Personen als Vorbilder, sondern nur außergewöhnliche Filmszenen. " Anne Hathaway in Les Miserables zum Beispiel", erzählt Nina. Ihre Darstellung von Hoffnung und Trauer in einer Szene habe sie nachhaltig beeindruckt. "So was schreibe ich mir immer auf und recherchiere, wie die Leute das gespielt haben."

Bleibt da noch Freizeit? "Schauspielen ist für mich Freizeit", stellt Nina klar. Etwas gibt es dann aber doch: Die Liebe zur Rockmusik, die Nina mit ihrem Vater verbindet. Queen, aber auch Rolling Stones, Guns n' Roses und Falco.