Jugendbande plünderte unversperrte Pkw

Vier verdächtige Burschen stahlen bei ihren Streifzügen im Bezirk Korneuburg unter anderem Autoradios, Laptops und Bargeld. 200 Autobesitzer betroffen.

Eine Vielzahl an Delikten soll auf das Konto einer vierköpfigen Jugendbande gehen, die im Bezirk Korneuburg ausgeforscht wurde. Die - geständigen - Burschen (17, 15 und zwei 16-Jährige) sollen laut NÖ Sicherheitsdirektion u.a. seit Anfang Juni in Korneuburg, Leobendorf, Bisamberg und Langenzersdorf aus rund 200 unversperrt abgestellten Pkw Navigationsgeräte, Laptops, Autoradios, Ladekabel, Sonnenbrillen, Bargeld, Zigaretten, Dokumente und Bankomatkarten gestohlen haben.

Weiters kletterten sie in einer Nacht Anfang Juli bei einer Korneuburger Firma über den Zaun, nahmen auf dem Areal ein Fahrzeug in Betrieb und stahlen zwei Autoschlüssel.

Danach fanden sie in einem anderen Wagen den Ersatzschlüssel und unternahmen eine Spritztour nach Hollabrunn - mit dem vermutlich alkoholisierten 17-Jährigen am Steuer. Der Pkw wurde tags darauf nahe seiner Wohnadresse entdeckt - im Fahrzeug befand sich ein Rucksack mit diversem Diebesgut.

Nächtliche Beutezüge

Bei den Vernehmungen stellte sich heraus, dass das Quartett für seine Diebestouren mindestens sechs Fahrräder in Korneuburg gestohlen haben dürfte - vier konnten an die Besitzer retourniert werden. Die Jugendlichen gaben an, bei ihren nächtlichen Beutezügen jeweils bis zu fünf Stunden unterwegs gewesen zu sein, weshalb sie sich nicht an alle Details erinnern konnten. Diverse Beutestücke wurden im Zuge einer freiwilligen Nachschau sichergestellt. Der entstandene Schaden dürfte sich auf mehrere tausend Euro belaufen.

Hehler ausgeforscht

Als Hehler der Jugendlichen soll ein 20-Jähriger aus Wien-Floridsdorf fungiert haben. An seiner Wohnadresse wurden u.a. zwei Laptops, fünf Navigationsgeräte, ein Reisepass und diverse Ladekabel sichergestellt.

Die Erhebungen bezüglich der Tatorte und Geschädigten sind noch nicht abgeschlossen. Die Verdächtigen werden der Staatsanwaltschaft Korneuburg angezeigt.

( APA ) Erstellt am 05.12.2011