Josef Hader

Der charismatische Kabarettist punktet auch als Schauspieler. Wie bereits 2010 ist er für die KURIER ROMY als "Beliebtester Schauspieler" nominiert.

Der Oberösterreicher Josef Hader begann nach seinem Zivildienst beim Roten Kreuz ein Lehramts-Studium für Deutsch und Geschichte. Doch nach seinen ersten erfolgreichen Kabarettvorstellungen vor Schulklassen beschloss er sich ganz dem Kabarett zu widmen - 1985 schrieb er das Kabarettprogramm Der Witzableiter und das Feuer,für das er den Salzburger Stier erhielt.

Gemeinsam mit Alfred Dorfer schrieb er 1991 das tragikomische Stück Indien, mit dem er großen Erfolg erzielte. Die zwei Jahre später folgende Verfilmung des Stücks unter der Regie von Paul Harather überbot den Erfolg des Theaterstücks noch. Der Film erreichte schnell Kultstatus und verschaffte Hader überregionale Bekanntheit.

Mit den Programmen Im Keller (1993) und Privat (1994) entwickelte er das Kabarett zu einer Art Erzählung oder Monolog weiter.

Wolf-Haas-Verfilmungen

Starruhm als Schauspieler erlangte Hader vor allem durch die Rolle des Simon Brenner in den Verfilmungen der Brenner-Krimis von Wolf Haas unter der Regie von Wolfgang Murnberger, an denen er auch als Drehbuchautor beteiligt war: Komm, süßer Tod (2000), Silentium (2004) und Der Knochenmann (2009).
Die Filme feierten nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und Frankreich, große Erfolge.

2009 wurde Hader mit dem Deutschen Fernsehpreis als bester Schauspieler für seine schauspielerische Leistung in dem Film Ein halbes Leben von Nikolaus Leytner ausgezeichnet.

2010 war Josef Hader als Hauptdarsteller im TV-Zweiteiler Aufschneider unter der Regie von David Schalko zu sehen, in der "Wien-Folge" der Dokumentarfilm-Reihe Durch die Nacht mit . . . mit Daniel Kehlmann, und im österreichischen Spielfilm Die verrückte Welt der Ute Bock.

Für seine Arbeiten wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet - nach dem Salzburger Stier auch kürzlich mit dem Göttinger Elch, dem Bayerischer Kabarettpreis, dem Das große Kleinkunstfestival-Preis in Berlin, aber auch dem Nestroy-Ring und dem Adolf-Grimme-Preis.

Zwei KURIER ROMYs für das "Beste Drehbuch" für die Wolf-Haas-Produktionen Knochenmann und Komm, süßer Tod hat Josef Hader nicht entgegen genommen.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011