Jahrelang keine Pacht bezahlt: Konsequenzen gefordert

Hollabrunn – Die Pachtgeschäfte der Gemeinde Hollabrunn werden am kommenden Dienstag wieder zum Thema. SPÖ und FPÖ wollen die Sache im Gemeinderat behandelt wissen. Denn vor einigen Monaten stellte sich heraus: Bauern bewirtschafteten Gemeindeäcker ohne Pacht zu zahlen. Darunter auch ÖVP-Bürgermeister und Landwirt Erwin Bernreiter.

Nachzahlungen

Der Bürgermeister hat bereits nachgezahlt – und auch weitere Bauern machten es ihm nach. 8000 Euro sollen insgesamt nachgezahlt worden sein. Doch SP-Gemeinderat Werner Gössl vermutet: „Wenn ich das auf 25, 30 Jahre hochrechne, ist der Gemeinde ein Schaden von rund 100.000 Euro entstanden.“ Denn weitere „schwarz bewirtschaftete“ Flächen werden vermutet. Allein im Bereich der Stadt gab es für elf Grundstücke keine Verträge. „Bei manchen Flächen weiß die Gemeinde gar nicht, wer sie bearbeitet“, meint FPÖ-Stadtrat Wolfgang Scharinger.

Deshalb die Forderung: Gemeindeflächen sollen künftig öffentlich ausgeschrieben werden. Alle Bauern der Gemeinde sollen zusätzlich auch angeschrieben werden. „Wir brauchen fixe Pachtbedingungen, fixe Laufzeiten und öffentliche Versteigerungen“, sagt Gössl.Und er fordert Schadensgutmachung. „Da muss ja jemand haften.“ Und es sei Zeit, dass sämtliche Pachtflächen kontrolliert werden.

Bürgermeister Bernreiter will die Sitzung abwarten und zuvor noch keine Stellungnahme abgeben.

(kurier) Erstellt am
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