Chronik | Niederösterreich
16.02.2018

Innovation für Bierliebhaber

Jürgen Hofmann war federführend beteiligt in der Entwicklung einer kompakten Bierabfüllanlage aus dem Weinviertel

Wer an Bier denkt, denkt automatisch an Genuss. Aber auch an große Abfüllanlagen, die mehrere hundert Flaschen pro Stunde für den Großhandel abfüllen können. Angesichts des aufkommenden Craftbeer-Trends und dem Aufbau zahlreicher Kleinbrauerein gab es Bedarf nach einer kleineren Lösung für geringere Abfüllungen.

Die Firma Redl aus Hollabrunn präsentierte im Vorjahr ihre neueste Entwicklung in diesem Bereich. Federführend war Jürgen Hofmann als Leiter der Entwicklungsabteilung beteiligt: "Wir wollten eine kompakte Abfüllanlage für Kleinbrauerein, die einfach zu bedienen ist."

Heraus kam der Silexa Bottle Filler – ein kleines Gerät mit viel Leistung. "Die Abfüllanlage gibt es in verschiedenen Versionen und man kann bis zu vier Biersorten gleichzeitig anhängen und dementsprechend wechseln", erklärt Hofmann. Außerdem sind auch die verschiedenen Gefäße wählbar. Die Erfindung aus Hollabrunn wurde auch beim niederösterreichischen Innovationspreis mit dem Preis "Technische Innovation" geehrt. "Das macht uns natürlich stolz, denn so ein Gerät mit dieser einfachen Bedienung und Funktionsweise gibt es am Markt nicht."

Und dass es Bedarf gibt, zeigen die Verkäufe in aller Welt. Nicht nur in Österreich und Rest-Europa ist die neue Abfüllanlage gefragt. "Wir haben die Lizenz auch in die USA verkauft, dort werden die Geräte für den amerikanischen Markt gefertigt."

Einfachheit

Als besonderen Pluspunkt sieht Hofmann die einfache Bedienweise, welche es ermöglicht, dass Kunden selbst ihr Bier abzapfen können. "Es gibt Biershops, wo diese Abfüllanlage mit einem Kassensystem ausgestattet ist und der Kunde kann sich dann das verkostete Bier selbst in den verschiedenen Gefäßen abfüllen und mit nach Hause nehmen." Was dem Entwickler selbst besonders gefällt? "Die Optik. Es ist einfach schön anzusehen, wenn man sieht wie das Bier in die Flasche kommt."