Der Bus drohte umzukippen und musste von der Feuerwehr gesichert werden.

© KURIER/Stefan Straka

Brünner Straße
01/09/2015

Horror-Unfall endet glimpflich

Überholmanöver dürfte Auslöser gewesen sein, alle 44 Buspassagiere unverletzt.

von Stefan Straka

44 Insassen eines tschechischen Reisebusses entgingen Freitagnachmittag bei einer Kollision mit einem Pkw auf der Brünner Straße zwischen Kettlasbrunn und Wilfersdorf, Bezirk Mistelbach, nur haarscharf einer Katastrophe. Pawlina Kyselicova aus Hodonin war eine davon. "Es hat fürchterlich gekracht. Aber der Lenker konnte den Bus noch abbremsen und fuhr über die Böschung", schildert sie die dramatischen Momente.

Bei den Rettungskräften wurde Großalarm ausgelöst. "Wir fuhren mit allen verfügbaren Fahrzeugen zum Unfallort", sagte Rot Kreuz-Einsatzleiter Jürgen Taibl. Die Brünner Straße wurde umgehend von der Polizei gesperrt und eine Umleitung eingerichtet. Der Pkw-Lenker war eingeklemmt und musste geborgen werden. Der Mann – dessen Identität vorerst nicht bekannt war – wurde mit dem Christophorus-Hubschrauber ins Böhler Spital nach Wien geflogen. Die Bus-Passagiere konnten allesamt eigenständig den Bus verlassen. "Es ist kein einziger verletzt", konnte Taibl bald vermelden.

Versorgung

Die Reisenden wurden in den Rettungsautos mit Decken und warmem Tee versorgt, die Mitarbeiter arbeiteten mit den Beteiligten in englischer und teilweise deutscher Sprache die Unfallerlebnisse auf. Parallel dazu organisierte das Rote Kreuz den Weitertransport der unverletzt gebliebenen Passagiere. "22 müssen wir zum Flughafen bringen, weil das Flugzeug nach Sydney nicht wartet", so Taibl. Die Zeit drängte.

Das "Gepäckservice" auf der Brünner Straße lag ganz in Händen der Feuerwehr, die zuerst noch den Reisebus, der umzustürzen drohte, absichern musste. Erst dann konnten die Gepäckstücke gefahrlos geborgen werden. Die 22 Passagiere warteten auf einen Ersatzbus. Die Totalsperre hat sich in der Region enorm ausgewirkt. Für Tausende Autofahrer wurde die Fahrt durch Mistelbach zur Geduldsprobe. Laut ersten Erhebungen der Polizei hatte der Unfalllenker auf der geraden Strecke eine Kolonne überholt und sich zu spät wieder eingeordnet. "Hätte der Chauffeur nicht nach rechts gelenkt, wäre das Auto frontal in den Bus gekracht", mutmaßt Kyselicova.
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